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Rothéneuf

Rothéneuf – wo die Steine plötzlich Gesichter bekommen

Nur wenige Kilometer von Saint-Malo entfernt liegt Rothéneuf – und hier wird es ziemlich kurios. Zwischen Meer, Felsen und bretonischer Landschaft treffen wir auf eine ganz besondere Ansammlung von Steinfiguren.

Die berühmten Felsenfiguren von Rothéneuf wurden Ende des 19. Jahrhunderts von Abbé Adolphe Julien Fouéré, genannt Abbé Fouré, in die Granitfelsen gemeißelt. Über 300 Figuren sollen es ursprünglich gewesen sein – Heilige, Seefahrer, Piraten und allerlei Gestalten, die heute ziemlich wettergegerbt auf das Meer hinausschauen.

In Rothéneuf haben selbst die Steine Charakter – manche mehr, manche weniger. Aber eines ist sicher: Wegschauen können sie nicht! 😉 Das hat allerdings meine Begleitung übernommen. Denn ich war mal wieder mit meinen Sicherheits-Flip-Flop und drei Kilo Fotoapparat in der Hand auf Felsklettertour.

Barbie-Schrein

Meine Reise-Barbie bekommt einen eigenen Schrein

Manche Dinge sind einfach viel zu schade, um in einer Kiste zu verschwinden. Vor allem dann, wenn sie Erinnerungen an eine ganz besondere Zeit wecken. So erging es meiner Barbie aus den 70er-Jahren. Statt sie irgendwo zwischen alten Spielsachen und Erinnerungsstücken verschwinden zu lassen, bekam sie bei mir einen ganz besonderen Auftritt: einen eigenen kleinen Barbie-Schrein.

Aus einer alten Schublade wird eine Bühne

Als Grundlage diente eine alte Schublade. Die war perfekt für mein Vorhaben, denn durch ihre Form hatte sie schon den Charakter einer kleinen Vitrine. Zuerst habe ich sie mit schönem Papier beklebt. Dafür kam ganz klassisch Papierleim zum Einsatz.

Danach durfte die Einrichtung einziehen – und hier konnte ich mich so richtig austoben. Alte Barbie-Utensilien, die über die Jahre aufgehoben wurden, bekamen endlich wieder ihren großen Auftritt.

Meine Barbie geht auf Reisen

Da ich selbst gerne reise, fotografiere und im Garten werkle, musste meine Barbie natürlich zu mir passen. Deshalb wurde aus ihr kurzerhand eine kleine Reise-Barbie.

Mit Sonnenbrille und Fotoapparat ist sie bestens für den nächsten Urlaub gerüstet. Unten stehen kleine Blumen und Koffer – schließlich braucht eine reisefreudige Dame beides: etwas fürs Auge und Gepäck für unterwegs. 😉

So wurde aus einer Barbie aus vergangenen Zeiten ein kleines Abbild meiner eigenen Leidenschaften.

Und dann wird es gemütlich

Damit mein Barbie-Schrein nicht nur tagsüber etwas hermacht, habe ich am Rand noch eine Lichterkette mit kleinen Sternen befestigt. Und damit war die kleine Zeitreise perfekt.

Besonders im Winter kommt sie richtig schön zur Geltung. Dann leuchtet meine Reise-Barbie gemütlich über dem Herd und erinnert mich daran, dass alte Dinge nicht unbedingt alt aussehen oder im Schrank verschwinden müssen.
Meine Barbie darf jedenfalls weiterhin auf Reisen gehen – auch wenn sie inzwischen ihren festen Platz in der Küche gefunden hat.

Retro-Tablett

Aus einem einfachen Tablett wird ein Retro-Lieblingsstück

Manchmal braucht es gar nicht viel, um aus einem schlichten Gegenstand etwas Besonderes zu machen. Dieses IKEA-Tablett durfte bei mir ein kleines Retro-Makeover bekommen. Für die Gestaltung habe ich Geschenkpapier aus der FLOW verwendet. Das Muster bringt sofort einen Hauch von früher mit. Das Papier habe ich passend auf dem Tablett mit Papierleim aufgebracht und anschließend mit Epoxidharz versiegelt. Mit dem Kamm und dem Gasbrenner kann man gut die Luftbläschen rausholen. Zum Glück war das Tablett auch dicht und die Masse ist ausnahmsweise nicht ausgelaufen – wie bei anderen Projekten.

Die Epoxy-Schicht sorgt nicht nur für einen tollen Glanz, sondern macht die Oberfläche auch robust und alltagstauglich. So wurde aus einem einfachen Tablett ein individuelles Einzelstück mit echtem Retro-Charme. Ich mag solche Projekte besonders: Ein bisschen Farbe, ein schönes Muster und schon bekommt ein unscheinbares Teil ein völlig neues Leben.

Rundhocker

Rundhocker – vom Sperrmüll zum kleinen Unikat

Manchmal muss man einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Diesen Rundhocker habe ich nämlich beim Nachbarn vor dem Sperrmüll gerettet. Vermutlich handelt es sich bei dem Hocker um ein früheres Werbegeschenk. Er hatte zwar schon bessere Zeiten gesehen und jede Menge Wurmlöcher – wirklich jede Menge! – aber das hat mich nicht abgeschreckt. Ich wollte ihm unbedingt ein neues Leben schenken. 

Holzscheiben statt Sperrmüll

Die Idee mit den Holzscheiben kam mir, weil ich ein großer Fan von den tollen Holz-Epoxidharz-Projekten bin, die Du auf YouTube findest. In meiner Holzsammlung suchte ich mir einen Haselnuss-Ast heraus und schnitt ihn in viele kleine Scheiben. Die sollten später die zahlreichen Löcher im Hocker füllen. Damit ich anschließend eine möglichst glatte Oberfläche bekam, bohrte ich die vorhandenen Löcher mit Forstner-Bohrern etwas größer und sauber aus. Dabei kam natürlich die große Überraschung: Unter der ersten Schicht Wurmlöcher versteckten sich noch mehr Wurmlöcher! Der Hocker hatte offenbar einiges zu erzählen.

Erst einmal Farbe ins Spiel bringen

Bevor das Epoxidharz zum Einsatz kam, kümmerte ich mich um die Optik. Die Beine tupfte ich mit Acrylfarbe in Umbra und einem Schwamm ab. Dadurch entstand eine schöne Struktur, die ein bisschen an Birkenrinde erinnert. Auch die Oberseite bekam für einen schönen Kontrast diesen Farbton. Schließlich sollten die späteren Holzscheiben und das Epoxidharz richtig zur Geltung kommen.

Jetzt kommt das Epoxidharz

Da ich bereits ahnte, dass das Epoxidharz durch die feinen Ritzen davonlaufen könnte, versiegelte ich die größeren Spalten vorsichtshalber großzügig mit Heißkleber. Den Rand klebte ich ebenfalls ab, damit sich später keine unschönen Nasen bilden. Meine grandiose Idee funktionierte allerdings nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Da die Beine des Hockers nach außen stehen, musste ich auch diese ordentlich einpacken.

Die erste Epoxid-Runde – und die schlechte Laune

Dann mischte ich das Epoxidharz an und goss zunächst eine Lage in die Löcher. Anschließend füllte ich die Oberfläche schön gleichmäßig aus. Soweit alles wunderbar. Bis ich feststellte, dass das Epoxidharz aus den Löchern wieder verschwunden war. Einfach weg genau wie meine gute Laune, die dann ebenfalls verschwand.

Warum ich meinem Bauchgefühl nicht gefolgt war und die Unterseite nicht vorher einmal komplett mit Epoxidharz versiegelt hatte, weiß ich bis heute nicht. Das hätte mir einiges an Ärger erspart. Aber genau dafür sind solche Projekte schließlich da: Man lernt nie aus.

Runde zwei – diesmal mit mehr Erfahrung

Am nächsten Tag mischte ich also eine neue Portion Epoxidharz an und startete die zweite Runde. Mit einem Heißluftföhn oder Brenner lassen sich die kleinen Luftbläschen vorsichtig entfernen. Danach bekommt die Oberfläche eine wunderbar glatte und glänzende Optik.

Und jetzt kommt mein persönlicher Tipp an dich:

Sei geduldig!

Dreh den Hocker nicht gleich am nächsten Tag um und versuche auf der Rückseite mit ordentlich Druck, irgendwelche Kleberreste zu lösen. Das Epoxidharz ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig ausgehärtet. Ich habe es natürlich trotzdem ausprobiert. Das Ergebnis: ein paar leichte Dellen.

Tja – Ungeduld muss manchmal eben sichtbar bleiben. 😉

Sperrmüll war gestern

Trotz kleiner Rückschläge freue ich mich riesig über meinen neuen alten Rundhocker. Aus einem ziemlich ramponierten Hocker mit unzähligen Wurmlöchern ist ein kleines individuelles Möbelstück geworden.Und ganz nebenbei bin ich wieder um einige Erfahrungen reicher. Beim nächsten Epoxidharz-Projekt weiß ich jedenfalls, was ich anders machen werde. Ob ich dann allerdings wieder ein rundes Projekt auswähle?

Wir werden sehen!

Bepflanzter Stuhl

Vom Sperrmüllfundstück zum bepflanzten Gartenstuhl

Manchmal beginnen die schönsten Projekte mit einer ganz einfachen Inspiration. In einer Gartenzeitschrift entdeckte ich vor
einiger Zeit die Idee, einen ganz normalen Holzstuhl zu bepflanzen. Kurz darauf schickte mir eine Bekannte ein Foto von einem selbst gebauten Stuhl aus Ästen – komplett begrünt und einfach wunderschön. Spätestens da war klar: So etwas wollte ich auch ausprobieren.

Eigentlich hatte ich für die alten Stühle einen ganz anderen Plan. Ich wollte sie neu beziehen. Doch schon beim Versuch, die Rücklehne zu entfernen, wurde mir schnell klar: Das wird nichts. Viel zu stabil, viel zu widerspenstig – der Sperrmüll schien die einzige Lösung zu sein. Und dann fiel mir die Gartenzeitschrift wieder ein.

Also: Stühle zurückgeholt und losgelegt

Die Rückwand zu entfernen war ein echtes Krafttraining. Ohne ordentliches Werkzeug und mit einer guten Portion Gewalt habe ich sie schließlich herausgetrennt. Der Sitz mit der alten Federung durfte bleiben, ebenso das vorhandene Vlies – eine perfekte Basis für alles Weitere.

Danach begann die eigentliche Pflanzkonstruktion:

Kaninchendraht wurde in Form gebogen und eingesetzt, darauf kam eine Schicht Vlies mit kleinen Steinen als Drainage. Die Steine habe ich mir übrigens ganz praktisch aus meinem Betonkies gesiebt – Upcycling in seiner schönsten Form.

Punkt für Punkt zur Meditation

Gestalterisch wollte ich etwas ausprobieren, das ich schon lange im Kopf hatte: ein Muster im Aborigini-Stil. Diese Punkttechnik hat mich schon immer fasziniert. Mein erster Versuch, dafür kleine Schaumstoffkreise zuzuschneiden, war allerdings schnell gescheitert – völlig ungeeignet. Wattestäbchen funktionierten deutlich besser, auch wenn sie ihre Tücken haben: Zu fest tupfen darf man nicht, und mit der Zeit fransen sie ganz schön aus. Trotzdem – dieses gleichmäßige Setzen der Punkte hatte etwas unglaublich Meditatives. Schritt für Schritt entstand das Muster und mit ihm eine ganz besondere Ruhe.

Bepflanzung im Spätherbst

Zum Schluss kam Erde in die vorbereitete Sitzfläche und ich habe Bodendecker aus dem Garten eingesetzt. Da wir schon November haben, passiert oberirdisch im Moment natürlich nicht viel – aber den ersten Schnee haben die Pflanzen bereits problemlos überstanden.

Ein Projekt mit Zukunft

Im Moment ruht der bepflanzte Stuhl noch in der Winterpause. Aber ich bin jetzt schon gespannt, wie er sich im nächsten Frühjahr entwickelt, wenn alles zu wachsen beginnt und das Grün die Gestaltung weiter verändert.

Aus einem fast entsorgten Möbelstück ist ein ganz persönliches Gartenobjekt geworden – und wieder einmal hat sich gezeigt: Die besten Ideen kommen manchmal genau dann, wenn man etwas eigentlich schon aufgegeben hat. 🌿

Ein kleines Arrangement im Vorgarten

Der Stuhl hat inzwischen seinen Platz im Vorgarten gefunden. Neben ihm steht ein Stück Buchenstamm aus unserem Garten und eine kleine Laterne mit passendem Muster. Zusammen ergibt das ein kleines, gemütliches Arrangement. Ich werde mich noch einmal um eine neue Bepflanzung und ein neues Design kümmern.

Aber genau das liebe ich an meinen Objekten: Sie dürfen sich verändern, Patina ansetzen, verwittern und mit der Zeit immer wieder anders aussehen. Ich muss nicht alles dauerhaft perfekt haben. Im Gegenteil – manchmal entsteht gerade durch Veränderung etwas ganz Neues.

Und so dürfen meine kleinen Lieblingsstücke ruhig mit den Jahreszeiten gehen. Schließlich gehört auch das zum Upcycling: Nichts bleibt, wie es ist – und genau das macht es spannend.