Pause in Villerville
Auf unserer Reise zum nächsten geplanten Übernachtungspunkt legten wir in dem charmanten Küstenort Villerville eine kleine Pause ein – und wurden mit einem Ort belohnt, der wie aus einer anderen Zeit zu stammen scheint.
Einen Parkplatz mit unserem kleinen Camper zu finden ist wieder eine Herausforderung. Wir haben Glück und ergattern auf unsere Rundtour dann doch noch einen freigewordenen oberhalb des Dorfes.
Schon beim ersten Spaziergang durch die engen, verwinkelten Gassen spürt man den besonderen Zauber dieses ehemaligen Fischerdorfes. Kleine Natursteinhäuser mit blühenden Fassaden schmiegen sich an die Hänge über dem Meer und verleihen Villerville eine ruhige, fast verträumte Atmosphäre.
Im Herzen des Ortes erhebt sich die Kirche Saint-Martin, deren Ursprünge bis ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Mit ihrem schlichten normannischen Baustil und dem markanten Glockenturm wacht sie seit Jahrhunderten über das Dorf.
Von dort führt der Weg hinunter zur Promenade. Der Blick auf den Ärmelkanal ist beeindruckend: Hier gibt es wohl die schwarzen Klippen, die sich entlang der Küste erheben.
Villerville ist jedoch nicht nur wegen seiner natürlichen Schönheit bekannt. Filmgeschichte wurde hier im Jahr 1962 geschrieben, als Teile des berühmten Films „Ein Affe im Winter“ mit Jean-Paul Belmondo und Jean Gabin gedreht wurden. Noch heute erinnern einige Orte im Dorf an diesen Klassiker des französischen Kinos und verleihen dem Ort eine besondere kulturelle Note.
