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Carnac

Am heutigen Tag war eigentlich Regen angekündigt. Da der Vormittag aber noch freundlich und trocken aussah, sind wir spontan mit dem Fahrrad in Richtung Carnac gestartet. Unser Ziel waren die beeindruckenden Steinreihen von Ménec.

Die Steinreihen von Ménec gehören zu den bekanntesten Megalithanlagen Europas und sind Teil der Alignements de Carnac in der Bretagne. Tausende Menhire – also aufgerichtete Steine – stehen dort in langen, nahezu parallelen Reihen. Allein die Anlage von Ménec umfasst rund 1.100 Menhire auf einer Länge von etwa einem Kilometer. Archäologen datieren die Entstehung auf die Jungsteinzeit zwischen 4500 und 3300 v. Chr. Damit sind die Anlagen sogar älter als die Pyramiden von Gizeh und Stonehenge.

Vor Ort hat uns die Anlage wirklich beeindruckt. Die schiere Größe und die besondere Atmosphäre sind kaum in Worte zu fassen. Schade fanden wir allerdings, dass man die Steinreihen – ähnlich wie bei Stonehenge – nur von außen betrachten kann und nicht hindurchlaufen darf.

Anschließend ging es weiter nach Carnac an den Strand. Der Ort wirkte auf uns sehr touristisch und erinnerte uns mit seinen schicken Bars und Restaurants stellenweise sogar ein wenig an Sylt. Geschmackssache eben. Positiv hervorheben können wir aber definitiv den hervorragenden Kaffee in der Bar Le Cavok. Dort haben wir gemütlich einen Regenschauer abgewartet.

Carnac selbst konnte uns persönlich nicht wirklich begeistern. Neben dem langen Sandstrand, vielen Freizeitangeboten, einigen stylischen Bars und dem kleinen Hafen fehlte uns ein wenig der besondere Charme. Umso mehr freuten wir uns darüber, unseren Campingplatz nicht dorthin verlegt zu haben.

Als der Regen schließlich stärker auf Windy angesagt wurde, machten wir uns komplett in Regenmontur wieder auf den Rückweg – und kamen tatsächlich trocken am Campingplatz an.