Tourony
Bisher hatten wir ja ein echtes Händchen für unsere Campingplätze – quasi ein sechster Sinn für „hier wird’s schön“ und wir bekommen einen Platz. Also sind wir diesmal extra früh los und standen schon gegen 11 Uhr auf dem Platz.
Damit wir wenigstens halbwegs würdevoll und vor allem trocken in den Camper kommen, haben wir kurzerhand unser Sonnensegel umfunktioniert – zack, neues Leben als Regensegel! Improvisation Level: Camping-Profi. Und siehe da: Es funktioniert! Das Auto bleibt und wir bleiben trocken und alles Nasse wird konsequent draußen aussortiert.
Tourony liegt eingebettet in eine der beeindruckendsten Küstenlandschaften Frankreichs. Hier trifft der Atlantik auf bizarre Felsformationen, die aussehen, als hätte ein Künstler zu viel Zeit und zu viel Fantasie gehabt. Das Highlight: die berühmte rosa Granitküste rund um Ploumanac’h.
Zwischen den Felsen schlängeln sich kleine Wege entlang der Küste. Perfekt für Spaziergänge, bei denen man normalerweise entweder tiefgründig in den Horizont schaut… oder verzweifelt versucht, nicht vom Wind in die nächste Zeitzone geweht zu werden.
Tja: ausgerechnet bei uns ist der Wind offenbar im Urlaub. Kein dramatisches Haare-im-Gesicht, kein heldenhaftes Gegen-den-Sturm-Ankämpfen – stattdessen könnten wir entspannt Schlendern. Fast schon enttäuschend. Aber gut, für unsere geplante Radtour ist das Ganze natürlich ein Volltreffer. Man kann eben nicht alles haben. Dafür muss es morgen aber trocken sein.
Skulpturengarten in der Nähe
Direkt am Ortseingang von Ploumanac’h liegt dieser etwas ungewöhnliche Park: ein Freilichtmuseum aus rosa Granit – also quasi Kunst, die perfekt zur Landschaft passt. Eine Mischung aus moderner Kunst, bretonischer Mythologie und abstrakten Formen. Der Park ist kein klassisches Museum sondern eher ein entspannter Rundweg mit 15 – 20 monumentalen Skulpturen kostenlos und jederzeit zugänglich. Die für mich schönsten siehst Du in der Galerie.
