Start 5 Bretagne 2026 5 Fort La Latte / Cap Fréhel / Saint Malo

Fort La Latte

Manchmal fühlt man sich auf Reisen wie in einem Film – und genau so ein Moment erwartet einen bei Fort La Latte. Dramatisch auf einer Klippe über dem Meer thronend, wirkt diese mittelalterliche Burg, als hätte sie nur darauf gewartet, dass gleich ein Piratenschiff am Horizont auftaucht.

Dieser Ort ist wohl für den Film gebaut worden. Nur wusste das damals wohl noch keiner. Einer der bekanntesten ist wohl der Film Die Wikinger mit Kirk Douglas und Tony Curtis. Ich persönlich kann eher etwas mit Lanzelot oder Tristan und Isolde anfangen. Der Atlantik liefert dabei die passende Soundkulisse – tosende Wellen, kreischende Möwen und eine steife Brise, die garantiert dafür sorgt, dass die Frisur genauso „authentisch“ aussieht wie die Kulisse.

Leider hatten wir heftigen Regen. Wir wollten nämlich noch zum Chateau de Guildo. Das haben wir dann verworfen, denn Camper durften die Straße bis dahin nicht fahren.

Cap Fréhel

Le Phare du Cap Fréhel (Leuchtturm) wurde bis 1950 gebaut und ragt bis 70 m über das Meer hinaus.

Die berühmten rosa Granitfelsen leuchten je nach Sonnenstand mal sanft, mal intensiv und bilden einen spektakulären Kontrast zum tiefblauen Atlantik. Dazwischen tauchen immer wieder dunklere Schieferabschnitte auf, die der Küste eine raue, fast dramatische Note verleihen – als hätte die Natur beschlossen, hier gleich mehrere Kunststile auszuprobieren. Einen Sekundenmoment konnte ich das sehen. Die Fotos zeigen es leider nicht. Das nächste Mal.

Cap Fréhel ist wild, ehrlich und komplett unbeeindruckt davon, ob man vorbereitet ist oder nicht.

Saint Malo

So gerne hätten wir den Ort und den Hafen besucht. Aber leider haben wir keinen Parkplatz gefunden. Da mein Liebster momentan nicht so gut laufen kann und das Wetter grottenschlecht war, sind wir ein wenig frustriert weiter gefahren. Auf dem Weg nach Saint Brieuc hat wieder ein Volkslauf stattgefunden, genau wie in Le Mont Saint Michel. So viele Menschen waren wir gar nicht mehr gewohnt.

In der Nähe vom Cap d´Erqui haben wir einen schönen Parkplatz mit wundervoller Aussicht ergattern können und eine Pause gemacht. Da konnten unsere Schirme trocknen. Denn wohin im kleinen Camper mit nassen Sachen?

Es ist nicht immer einfach, in Frankreich (wahrscheinlich auch in anderen Ländern) einen Parkplatz Nähe Wasser zu ergattern, weil die Einfahrt auf 1,90 bis 2 m Höhe begrenzt ist. Was ich durchaus verstehen kann. Wenn ein Parkplatz extra für Camping-Cars ausgewiesen ist, parken die Franzosen mit ihren Autos da drauf. Schon beeindruckend, diese Gedankenlosigkeit. Wir haben erlebt, dass ein Franzose einen angemeckert hat und tatsächlich ist der Autofahrer weggefahren. So ist das halt!

Hier habe ich nur ein paar triste Fotos von der Fahrt.