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Kerhostin

Am Morgen zog es mich noch einmal bei Sonnenschein an den Strand von Kerhostin auf der Halbinsel Quiberon. Bei Ebbe hatte sich das Meer weit zurückgezogen und eine völlig andere Landschaft freigegeben. Dort, wo wenige Stunden zuvor noch Wasser war, lief ich nun zwischen Felsen, Muscheln und kleinen Wasserbecken entlang. Genau das fasziniert mich an der Atlantikküste der Bretagne: Das Meer verändert ständig die Landschaft und zeigt immer wieder neue Geheimnisse und bietet Platz für Aktivitäten.

Während ich am Strand entlangging, entdeckte ich Muscheln im nassen Sand und Tang, den die Flut zurückgelassen hatte. Ein Stück weiter hat das Meer die Küstenbefestigung bezwungen. Wo etwas zerstört wird, kann auch Neues entstehen. Ich konnte Nester von Schwalben entdecken. In den flachen Wasserbecken spiegelte sich der Himmel, und überall waren die Spuren des Meeres sichtbar. Der Wind wehte mäßig über die Küste und es war angenehm warm.

Ich genoss diesen Spaziergang ganz bewusst als Abschied von unserer Reise durch die Bretagne. Noch einmal ließ ich die vielen Eindrücke der vergangenen Tage vorbeiziehen: die kleinen Hafenorte, die beeindruckenden Klippen, die breiten Strände und das besondere Licht an der bretonischen Küste.

Langsam kehrte später das Wasser zurück und bedeckte nach und nach wieder die Flächen, über die ich eben noch gelaufen war. Genau das macht Ebbe und Flut hier so besonders – das Meer gibt seine Geheimnisse nur für kurze Zeit preis, bevor sie wieder unter den Wellen verschwinden.

 

Und zum Abschied gab es heute Abend noch einen Regenbogen. Ahoi Bretagne bis zum nächsten Mal – Wir sehen uns ganz bestimmt wieder!