Start 5 Blankenberge 2026 5 Dünenspaziergang Blankenberge

Abschied vom Meer – Mein letzter Dünenspaziergang in Blankenberge

Stille Momente statt großer Attraktionen

Manchmal sind es nicht die großen Attraktionen, die mich am meisten berühren, sondern die stillen Augenblicke. Genau so ist es bei meinem letzten Spaziergang durch die Dünen von Blankenberge.

Der Weg durch die Dünen

Schon der Weg dorthin fühlt sich besonders an. Hohe Dünen, bewachsen mit Strandhafer, säumen den schönen Sandweg, der mich langsam hinunter zum Meer führt. Mit jedem Schritt genieße ich das Rauschen der Wellen, und der vertraute Duft der salzigen Nordseeluft läßt mich noch einmal tief durchatmen.

Die Weite des Strandes bei Ebbe

Die Ebbe hatte den Strand in eine beeindruckend weite Landschaft verwandelt. Der feuchte Sand schimmert im Licht, kleine Wasserläufe ziehen sich wie silberne Bänder über den Strand, Quallen liegen dort und warten auf ihr Ende.

Das Meer scheint heute ein Stück weiter entfernt zu sein als sonst. Diese Weite hat etwas Beruhigendes – und gleichzeitig macht sie mir bewusst, dass dieser Kurz-Urlaub nun zu Ende geht.

Kontraste zwischen Natur und Technik

Links sehe ich den Industriehafen mit seinen mächtigen Kränen und rechts zieht sich die Seebrücke weit hinaus aufs Meer. Man kann jetzt um sie herum spazieren. Dieser Kontrast zwischen Natur und Technik faszinierte mich erneut. Beides gehört zu Blankenberge.

Ich bleibe noch einen Moment stehen und lasse meinen Blick über den Strand schweifen. Der Wind spielt mit meinen Haaren, Möwen ziehen ihre Kreise und suchen nach essbarem. Es ist einer dieser Momente, die ich am liebsten mag.

Der Rückweg und der Abschied

Schließlich mache ich mich barfuß auf den Rückweg über den warmen Strand. Jeder Schritt führt mich weiter weg von der Nordsee und ließ den Abschied ein wenig näher rücken. Ein leises Gefühl von Wehmut begleitete mich, denn ich wusste, dass ich das Rauschen der Wellen und die Seeluft, wenn auch viel wärmer als ich es sonst kenne, vermissen würde.

Was aber bleibt sind die Erinnerungen an die hohen Dünen, den wunderschönen Sandweg, den weitläufigen Strand bei Ebbe mit all den Quallen und Sandwürmern, rechts die Seebrücke und links den Blick auf den Industriehafen. Und den Gedanken, dass Abschiede nie für immer sind. Die Nordsee bleibt. Sie wartet geduldig – und eines Tages führt mich mein Weg sicher wieder zu ihr zurück, wenn auch wahrscheinlich an einen anderen Ort.