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SEA LIFE Blankenberge

SEA LIFE Blankenberge – Faszinierende Unterwasserwelt und gelebter Seehundschutz

Ein spannender Ausflug nicht nur für die Familie

Während unseres Aufenthalts in Blankenberge durfte ein Besuch im SEA LIFE natürlich nicht fehlen. Das Aquarium bietet weit mehr als bunte Fische und große Becken – hier stehen der Schutz der Meere und die Rettung heimischer Meerestiere im Mittelpunkt. Besonders beeindruckt hat uns die Kombination aus faszinierender Unterwasserwelt und aktivem Naturschutz. Die Mitarbeiter kommen unaufgefordert auf dich zu und informieren vielfältig.

Auf Entdeckungsreise unter Wasser

Bei unserem Rundgang sehen wir eine bunte Mischung aus der Unterwasserwelt. Farbenfrohe Tropenfische, elegante Rochen, beeindruckende Haie, Quallen und viele weitere Meeresbewohner können aus nächster Nähe beobachtet werden. Die liebevoll gestalteten Aquarien vermitteln spannende Einblicke in verschiedene Lebensräume – von tropischen Korallenriffen bis zur Nordsee.

Ein besonderes Highlight ist der gläserne Unterwassertunnel. Dort ziehen Haie und zahlreiche Fische scheinbar schwerelos über die Köpfe der Besucher hinweg – ein faszinierendes Erlebnis. Schade nur, dass die Scheiben bei unserem Besuch etwas verschmutzt waren und der Blick dadurch stellenweise getrübt wurde.

Umso mehr überzeugen die liebevoll angelegten Außenanlagen. Schöne Gehege und ein toller Spielplatz mit Aussichtsturm begeistern die Kinder.

Lernen mit Spaß

Überall im Aquarium gibt es interessante Informationen über Meeresbewohner, Umwelt- und Artenschutz. Gerade für Kinder ist der Besuch spannend gestaltet, denn an vielen Stationen lässt sich spielerisch entdecken und lernen.

Die Seehundrettung – das Herzstück von SEA LIFE

Ein ganz besonderer Bereich widmet sich der Rettung und Pflege verletzter oder geschwächter Seehunde. Immer wieder werden an der belgischen Nordseeküste junge oder verletzte Tiere gefunden. Im SEA LIFE werden sie medizinisch versorgt, aufgepäppelt und auf ihre Rückkehr in die Freiheit vorbereitet.

Informationstafeln und anschauliche Erklärungen zeigen, wie wichtig diese Arbeit für den Schutz der Meeressäuger ist. Mit etwas Glück können Besucher sogar beobachten, wie die Tiere versorgt oder trainiert werden. 

Radtour

Mit dem Rad durch Flandern – 50 Kilometer voller Natur und Sommerhitze

Start in Blankenberge

Heute stand eine rund 50 Kilometer lange Radtour auf dem Programm – und obwohl die Hitze uns am Ende alles abverlangte, war es ein wunderschöner Tag voller abwechslungsreicher Eindrücke.

Von Blankenberge aus ging es zunächst durch weite Wiesen, grüne Polder und über idyllische Feldwege bis wir schließlich den imposanten Hafen von Zeebrügge erreichten. An der Hauptstraße neben riesigen Schiffen und Hafenanlage ging es weiter Richtung Knokke-Heist und schließlich bis zum Zwin-Naturpark an der niederländischen Grenze.

Picknick im Zwin-Naturpark

Dort legten wir unsere wohlverdiente Picknickpause ein. Den einzigen kleinen Schattenplatz weit und breit fanden wir unter hohem Dünengras – ein echtes Glück bei den hochsommerlichen Temperaturen. Mit Blick auf die einzigartige Dünenlandschaft schmeckte unsere eisgekühlte Melone gleich doppelt so gut.

Natur pur auf dem ehemaligen EXPO-Gelände

Frisch gestärkt radelten wir anschließend durch den wunderschönen Park auf dem ehemaligen EXPO-Gelände. Die vielseitige Natur, die liebevoll angelegten Grünflächen und die hervorragend ausgebauten Radwege machten diesen Abschnitt zu einem echten Highlight.

Romantisches Lissewege

Weiter führte unsere Tour über Westkapelle (nicht das bekannte in Zeeland bei Zoutelande), Ramskapelle und anschließend lange am großen Kanal entlang bis nach Lissewege.

Das kleine romantische Dorf verzauberte uns sofort: strahlend weiße Häuser, Pflasterstraßen und ein schmaler Kanal, der mitten durch den Ort fließt – fast wie aus einem Bilderbuch.

Durch die flämische Landschaft zurück

Der Rückweg hatte es dann allerdings in sich. Bei brütender Hitze radelten wir vorbei an leuchtend roten Mohnfeldern, endlosen Mais-, Kartoffel- und Roggenfeldern. Die Sonne brannte erbarmungslos, und entlang der Bahntrasse kamen wir ordentlich ins Schwitzen.

Eine Tour mit herrlicher Natur, romantischen Dörfern, beeindruckenden Landschaften und zum Schluss einer ordentlichen Portion Durchhaltevermögen. Das vergessen wir so schnell nicht.

Brügge

Mit dem Fahrrad nach Brügge – Hitzeschlacht, Grachtenzauber und das beste Zitroneneis der Welt

37 Grad. Eigentlich das perfekte Wetter für den Strand – oder eben für eine Fahrradtour nach Brügge. Wenn Du Lust auf ein kleines Abenteuer hast, erreichst Du die historische Stadt von Blankenberge aus in etwa 50 Minuten. Dank hervorragend ausgebauter Radwege ist die Strecke angenehm zu fahren. Sie führt durch die flache Polderlandschaft, vorbei an Wiesen, Kanälen und kleinen Bauernhöfen. Der Fahrtwind wird bei diesen Temperaturen schnell zu Deinem besten Freund.

Schon bei der Ankunft zeigt Brügge, warum die Stadt als eine der schönsten Europas gilt. Prächtige historische Gebäude, verwinkelte Gassen und romantische Grachten sorgen an jeder Ecke für Postkartenmotive. Kunst und Kultur begegnen Dir praktisch auf Schritt und Tritt.

Natürlich durfte auch der Belfried nicht auf meiner Liste fehlen. Leider war der Belfort ausgerechnet an diesem Tag geschlossen – manchmal gewinnt eben die Geschichte gegen den Touristen. Dafür bliebe mehr Zeit für andere Sehenswürdigkeiten wie das Salvador-Dalí-Museum, das mit seinen außergewöhnlichen Werken einen spannenden Kontrast zur mittelalterlichen Kulisse bildet. Doch das wollten wir an einem anderen Tag machen. Leider kam es nicht mehr dazu.

Grachtenzauber – Brügge vom Wasser und vom Fahrradsattel erleben

Die Kanäle sind das Herzstück von Brügge und verleihen der Stadt ihren ganz besonderen Charme. An fast jeder Ecke spiegeln sich historische Fassaden im Wasser, kleine Brücken überspannen die Grachten und überall warten neue Fotomotive. Wenn Du Brügge einmal aus einer anderen Perspektive erleben möchtest, solltest Du Dir unbedingt eine etwa 30-minütige Bootsfahrt gönnen. Gemächlich gleitest Du durch die Kanäle, unter niedrigen Brücken hindurch und vorbei an prachtvollen Gebäuden – fast so, als würdest Du durch ein lebendiges Gemälde fahren.

Mindestens genauso schön ist eine Radtour entlang der Kanäle rund um die Altstadt. Abseits des Trubels rollst Du entspannt am Wasser entlang, genießt die Ruhe und entdeckst Brügge von seiner grünen Seite. Kaum zu glauben, dass nur wenige Minuten entfernt das bunte Treiben der Innenstadt herrscht.

Markttreiben, Nervenkitzel und das beste Eis der Stadt

Besonders lebendig ging es auf dem Wochenmarkt zu. Zwischen frischem Obst, Blumen und regionalen Spezialitäten fielen vor allem die zahlreichen Verkaufswagen für knusprige Hähnchen in allen Variationen auf. Der verführerische Duft zog sich über den gesamten Platz. Doch um 9 Uhr denkt man noch nicht ans Mittagessen.

Apropos Marktplatz: Hier gelten offenbar ganz eigene Verkehrsregeln. Fußgänger schlendern kreuz und quer, Radfahrer klingeln sich tapfer den Weg frei und Autos versuchen ebenfalls noch irgendwie durchzukommen. Es wirkt wie eine perfekt organisierte Unordnung – und erstaunlicherweise funktioniert sie sogar. Mich hat das voll gestresst.

Etwas weniger erfreulich war der Preis für einen Cappuccino. Sechs Euro sind selbst in einer traumhaften Kulisse ein kleiner Dämpfer. Vermutlich bezahlt man hier nicht nur den Kaffee, sondern gleich noch den Blick auf die historischen Fassaden mit.

Doch Brügge hatte die perfekte Antwort auf diesen kleinen Schock: die Eisdiele Da Vinci. Das Zitroneneis dort war ohne Übertreibung das beste, das ich je gegessen habe. Fruchtig, intensiv und herrlich erfrischend – genau das Richtige nach einer Stadtbesichtigung bei 37 Grad. Allein dafür würde ich jederzeit wieder nach Brügge fahren. Die Menschen dort sind sehr freundlichen, authentisch und alles wird frisch zubereitet. Und dann gab es auf dem Weg zur Toilette noch den klitzekleinsten liebevoll gestalteten Innenhof, den ich je gesehen habe. Sieh selbst: