Start 5 Bretagne-Loire 2026 5 Concarneau

Von Brignogan nach Concarneau – mit Eichelbombardement

Von Brignogan aus machen wir erst einmal einen kleinen Frühstücksstopp am Fluss L’Aulne in Port-Launay. Ein wirklich schnuckeliger Ort mit einem netten Parkplatz – genau das Richtige für eine kleine Pause, bevor es weiter nach Concarneau geht.

Dort wollen wir unser Glück auf dem gewünschten Campingplatz Les Sables Blancs versuchen. Eine Antwort auf unsere Reservierungsanfrage haben wir zwar nicht bekommen, aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Tja – gewonnen haben wir leider nicht. Der Platz ist voll. Also Plan B: Wir fahren auf die andere Seite der Ville Close und landen beim Camping Du Moulin L’Aurore. Der liegt herrlich unter alten Eichen, teilweise sogar mit Meerblick. Eigentlich perfekt!

Allerdings haben die Eichen offenbar beschlossen, unseren Kastenwagen als Zielscheibe zu benutzen. Bei ordentlich Wind und einem Regentag hageln die Eicheln mit einem solchen Getöse auf das Dach, dass wir jedes Mal zusammenzucken. Hui, hui, hui! Kurz fühlt sich das an wie ein Bombenangriff – nur eben mit Eicheln statt Granaten. Herzinfarkt inklusive. 

Erst einmal zum Decathlon

Nach der Ankunft bleibt noch etwas Zeit. Also schwingen wir uns auf die Fahrräder und radeln zum Decathlon. Martin braucht natürlich noch Angelzubehör – schließlich kann man ja nie genug Ausrüstung haben. Auf dem Weg begegnen uns einige Teddys, die haben hier echt einen Fetisch, was das betrifft. 

Unterwegs entdecken wir auch das Schloss, das uns vorher schon auf den Schildern aufgefallen ist. Es befindet sich in Privatbesitz, kann aber besichtigt werden und liegt wirklich wunderschön. Von dort geht es schließlich bergab Richtung Ville Close – und bergab fährt es sich bekanntlich besonders angenehm!

Concarneau und seine historische Ville Close

Natürlich wollten wir anschließend auch Concarneau nochmal erkunden. Das Herzstück der Stadt ist die Ville Close, die historische, von mächtigen Mauern umgebene Altstadt, die auf einer kleinen Insel im Hafen liegt. Durch die alten Stadttore geht es hinein in ein Gewirr aus engen Gassen, kleinen Geschäften und Restaurants. Überall gibt es etwas zu entdecken – alte Häuser, maritime Details und natürlich jede Menge bretonisches Flair.

Besonders schön fanden wir den Rundgang auf den Festungsmauern. Von hier oben eröffnet sich ein toller Blick über den Hafen, das Meer und die Stadt. Da wird schnell klar, warum Concarneau zu den bekanntesten Orten der bretonischen Küste gehört.

Ville Close – heute ganz entspannt

Die Ville Close haben wir bereits im Mai besucht. Damals war wegen eines Feiertags ordentlich was los – Menschenmassen statt gemütlichem Bummeln. Heute sieht das ganz anders aus: Kaum Menschen! Herrlich! Wir genießen die ungewohnte Ruhe, trinken gemütlich ein Bier und lassen das bretonische Leben ein bisschen an uns vorbeiziehen. Anschließend schlendern wir durch die Gassen zurück zu unseren Fahrrädern.

Und natürlich können wir nicht einfach so gehen. In einer Bäckerei entdecken wir Kouign-Amann, die berühmte bretonische Spezialität. Aus „ein bisschen kaufen“ wird wie so oft bei uns spontan „ein bisschen viel“. Aber mal ehrlich: Bei dieser buttrig-karamelligen Versuchung wäre Zurückhaltung auch irgendwie unhöflich. Einfach lecker! 😋