Start 5 Ijsselmeer 5 Radtour Umland Stavoren

Mit dem Fahrrad entlang des Deichs und am Ijsselmeer

Wenn Du mich fragst, wie man Friesland am schönsten erkundet, lautet meine Antwort ganz klar: mit dem Fahrrad! Ich liebe es, auf zwei Rädern unterwegs zu sein, neue Wege zu entdecken und einfach dort anzuhalten, wo es mir gefällt. Und rund um Stavoren gibt es davon reichlich!

Meine Tour beginnt auf dem Radweg entlang des Deichs. Neben mir glitzert das Ijsselmeer, auf dem Deich grasen die Schafe, der Wind pustet mir um die Nase und ich denke: Ach, könnte es doch immer so sein! Ich radel am Rode Klif vorbei, halte in Laaxum am kleinsten Hafen Europas an und tauche anschließend ins friesische Hinterland ein.

Durch Wälder, Naturschutzgebiete und das grüne Friesland

Durch Naturschutzgebiete geht es weiter, vorbei an saftigen Wiesen und kleinen Wasserläufen. Die Radwege schlängeln sich in schwungvollen Kurven durch den Wald. Genau mein Ding! Ich liebe solche Strecken, auf denen Du nicht einfach nur Kilometer abspulst, sondern hinter jeder Kurve etwas Neues entdecken kannst.

Kleine Entdeckungen am Wegesrand

Mal begegnen mir historische Monumente, mal kleine Kunstwerke am Wegesrand. Dazwischen gibt es allerlei lustige Kleinigkeiten, die mich zum Schmunzeln bringen. Ich bin ja neugierig und schaue gern links und rechts – manchmal fast mehr als nach vorn. Aber keine Sorge, bisher habe ich dabei noch keinen Baum umarmt. Zumindest nicht unfreiwillig!

Besonders schön finde ich die Wege durch das satte Grün. Zwischen Wasser und Wiesen radel ich durch eine Landschaft, die beinahe unwirklich friedlich wirkt. Ein kleiner Strand lädt zum Verweilen ein. Hier könnte ich glatt eine Pause einlegen und einfach nur aufs Wasser schauen. Doch Du kennst das sicher: Wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist, lockt hinter der nächsten Kurve schon das nächste kleine Abenteuer.

Friesische Herzlichkeit, die einfach ansteckt

Und dann sind da diese Menschen! So herzlich und freundlich, dass es einem direkt warm ums Herz wird. Ein Lächeln hier, ein Gruß dort – manchmal strahlt einem die Lebensfreude regelrecht entgegen. Ich finde, das macht eine Radtour erst richtig schön. Denn Landschaft ist das eine, aber die Menschen, denen Du unterwegs begegnest, bleiben oft genauso in Erinnerung. Wie der alte Mann in seinem 45 km/h Auto, der mich überholte und auf dem Rückweg schon beim Entgegenkommen freundlich lächelte und winkte. Herrlich diese Momente.

Hofläden am Straßenrand – da möchte man alles mitnehmen

Am Straßenrand entdecke ich immer wieder kleine Verkaufsstände an Höfen mit Eiern, Käse, Kürbissen oder sogar sortierte Blumenzwiebeln in Weidenkörben. Ganz unkompliziert wird hier die Ware angeboten, oft nach dem Prinzip: hinlegen, Preisschild dazu und darauf vertrauen, dass alles seine Ordnung hat. Ich finde das herrlich! Da möchte man am liebsten überall anhalten und etwas mitnehmen. Zwischendurch kommt sogar die Sonne heraus. Dann glitzert das Wasser, die Wiesen leuchten noch grüner und ich habe dieses wunderbare Gefühl, genau am richtigen Ort zu sein. Genauso wie diese Pferde – denke ich.

Kibbelinge gesucht – das Fischglück lässt auf sich warten

Das ganze Radeln macht natürlich hungrig – und inzwischen ist es auch Zeit fürs Mittagessen. Doch unser erneuter Versuch, endlich die heißgeliebten Kibbelinge zu ergattern, endet leider wieder mit einer glatten Nullnummer. Dabei hatten sich auch unsere Mitcamper schon darauf gefreut und den Fischgenuss fest eingeplant. Doch der Verkaufsstand bleibt geschlossen. Offenbar ist die Saison vorbei und damit auch die Lust des Betreibers, seinen Stand zu öffnen. Bei den wenigen Menschen, die sich hier noch herumtreiben, kann ich das sogar verstehen. Trotzdem ist die Enttäuschung groß. So ein knuspriger Kibbeling wäre jetzt genau das Richtige gewesen!

Aber wir lassen uns die Laune nicht verderben. Schließlich gibt es noch einen weiteren Tag. Und wer weiß? Vielleicht klappt es ja morgen endlich mit unserem Fischglück. Neuer Tag, neues Glück – die Hoffnung auf Kibbelinge stirbt zuletzt!