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Radtour

Mit dem Rad durch Flandern – 50 Kilometer voller Natur und Sommerhitze

Start in Blankenberge

Heute stand eine rund 50 Kilometer lange Radtour auf dem Programm – und obwohl die Hitze uns am Ende alles abverlangte, war es ein wunderschöner Tag voller abwechslungsreicher Eindrücke.

Von Blankenberge aus ging es zunächst durch weite Wiesen, grüne Polder und über idyllische Feldwege bis wir schließlich den imposanten Hafen von Zeebrügge erreichten. An der Hauptstraße neben riesigen Schiffen und Hafenanlage ging es weiter Richtung Knokke-Heist und schließlich bis zum Zwin-Naturpark an der niederländischen Grenze.

Picknick im Zwin-Naturpark

Dort legten wir unsere wohlverdiente Picknickpause ein. Den einzigen kleinen Schattenplatz weit und breit fanden wir unter hohem Dünengras – ein echtes Glück bei den hochsommerlichen Temperaturen. Mit Blick auf die einzigartige Dünenlandschaft schmeckte unsere eisgekühlte Melone gleich doppelt so gut.

Natur pur auf dem ehemaligen EXPO-Gelände

Frisch gestärkt radelten wir anschließend durch den wunderschönen Park auf dem ehemaligen EXPO-Gelände. Die vielseitige Natur, die liebevoll angelegten Grünflächen und die hervorragend ausgebauten Radwege machten diesen Abschnitt zu einem echten Highlight.

Romantisches Lissewege

Weiter führte unsere Tour über Westkapelle (nicht das bekannte in Zeeland bei Zoutelande), Ramskapelle und anschließend lange am großen Kanal entlang bis nach Lissewege.

Das kleine romantische Dorf verzauberte uns sofort: strahlend weiße Häuser, Pflasterstraßen und ein schmaler Kanal, der mitten durch den Ort fließt – fast wie aus einem Bilderbuch.

Durch die flämische Landschaft zurück

Der Rückweg hatte es dann allerdings in sich. Bei brütender Hitze radelten wir vorbei an leuchtend roten Mohnfeldern, endlosen Mais-, Kartoffel- und Roggenfeldern. Die Sonne brannte erbarmungslos, und entlang der Bahntrasse kamen wir ordentlich ins Schwitzen.

Eine Tour mit herrlicher Natur, romantischen Dörfern, beeindruckenden Landschaften und zum Schluss einer ordentlichen Portion Durchhaltevermögen. Das vergessen wir so schnell nicht.

Blankenberge – Belgien 2026

Mit dem Camper nach Blankenberge in Belgien

Blankenberge – Zwischen Dünen, Nordseestrand und Ausflügen ins Umland

BrüggeRadtour Zwin NaturparkSea-LifeDünenspaziergang

Blankenberge zählt zu den bekanntesten Badeorten an der belgischen Küste. Der Ort bietet einen langen Sandstrand, eine Seebrücke und einen modernen Yachthafen. Dennoch hinterlässt der Küstenort einen zwiespältigen Eindruck.

Vor allem die zahlreichen touristischen Hochhäuser entlang der Strandpromenade prägen das Stadtbild. Wer historische Küstenorte mit viel Charme sucht, wird hier eher enttäuscht. Gleichzeitig sorgen die hohen Dünen mit ihren gut ausgebauten Wegen für einen schönen Kontrast. Hier lässt es sich wunderbar spazieren oder mit dem Fahrrad die Küstenlandschaft erkunden.

Der breite Sandstrand lädt zwar zum Verweilen ein, allerdings gibt es in vielen Bereichen Badeverbote, was den Badespaß teilweise einschränkt. Bei Ebbe wird der Strand dafür besonders weitläufig und bietet viel Platz für ausgedehnte Spaziergänge.

Die bekannte Seebrücke gehört zu den Wahrzeichen Blankenberges und bietet schöne Ausblicke auf die Nordsee. Entlang der Promenade laden zahlreiche Strandbars zum Verweilen ein. Außerhalb der Hauptsaison muss man jedoch damit rechnen, dass viele davon geschlossen sind. Und wer denkt er kann mal eben belgische Fritten essen – negativ! Die Frituur-Snacks waren alle geschlossen wenn wir vorbeikamen.

Auch der moderne Yachthafen sorgt für maritimes Flair. Zwischen den neueren Gebäuden finden sich vereinzelt historische Bauwerke, die einen kleinen Einblick in die Geschichte des Badeortes geben.

Ein beliebtes Ausflugsziel für Familien ist das Sea Life Blankenberge mit seinen Aquarien und Meerestieren.

Wer die Umgebung erkunden möchte, erreicht über ruhige Wege schnell die grünen Polderlandschaften im Hinterland – ein reizvoller Gegensatz zur lebhaften Küste.

Besonders empfehlenswert ist eine Fahrradtour nach Brügge. Die historische Altstadt ist von Blankenberge aus gut erreichbar und zählt zu den schönsten Städten Belgiens.

Nur wenige Kilometer entfernt liegt außerdem das romantische Dorf Lissewege. Mit seinen weißen Häusern, kleinen Gassen und der historischen Kirche gilt es als eines der schönsten Dörfer Flanderns und ist ein lohnendes Ziel für einen entspannten Ausflug.

Dunes de Heauville et Vastéville

Dunes de Héauville

Auf dem Weg zu unserem nächsten Übernachtungsplatz wollten wir uns noch etwas die Beine vertreten und steuerten das Naturschutzgebiet von Héauville an. Schon die Anfahrt mit dem Camper war ein kleines Abenteuer. Die Wege waren stellenweise so ursprünglich, dass wir kurz überlegten, ob wir noch auf einer Straße oder schon auf einer Offroad-Strecke unterwegs waren. An dieser Stelle ein respektvoller Gruß an alle Allrad-Fahrer – ihr hättet hier definitiv euren Spaß gehabt.

Kaum hatten wir den Camper geparkt, ging es auch schon los. Der Wanderweg führte uns durch eine wunderschöne Dünenlandschaft, vorbei an Grasflächen, Sandwegen und immer wieder tollen Ausblicken auf den Ärmelkanal. Wind, Wellen und jede Menge Natur – viel mehr braucht es manchmal nicht.

Unser Ziel war diesmal kein Leuchtturm, kein Aussichtspunkt und auch kein Café. Nein, wir waren mal wieder auf Bunkerjagd. Entlang der Küste stehen noch zahlreiche Überreste des Atlantikwalls. Die mächtigen Betonkolosse aus dem Zweiten Weltkrieg wirken heute fast surreal zwischen Dünen, Strand und Meer. Teilweise hat sich die Natur die Bauwerke bereits zurückerobert, was ihnen einen ganz besonderen Charakter verleiht.

Die Landschaft rund um Héauville ist dabei mindestens genauso beeindruckend wie die historischen Relikte. Weite Sandstrände, sanfte Dünen, raue Klippen und der endlose Blick über den Ärmelkanal sorgen dafür, dass man automatisch langsamer wird und einfach nur genießt. Hier geben Wind, Wellen und Gezeiten den Takt vor.

Die eigentliche Herausforderung kam allerdings erst auf dem Rückweg. Vom Strand mussten wir wieder hinauf auf die hohe Düne, auf der unser Wanderpfad verlief. Was von oben noch harmlos ausgesehen hatte, entwickelte sich schnell zu einer sportlichen Herausforderung. Jeder Schritt nach oben wurde vom lockeren Sand gefühlt wieder halb zunichtegemacht. Irgendwann schnauften wir uns Stück für Stück nach oben und fragten uns ernsthaft, ob die Düne vielleicht heimlich gewachsen war, während wir unten am Strand unterwegs waren.

Irgendwann erreichten wir den Pfad dann doch – leicht außer Atem, aber um eine schöne Wanderung reicher. Genau solche Orte machen für uns den Reiz der Normandie aus: wenig Trubel, viel Natur, spannende Geschichte und immer wieder kleine Abenteuer, mit denen man vorher nicht gerechnet hat.