Start 5 Bretagne-Loire 2026 5 Concarneau3

Ein entspannter Start in den Tag

Heute lassen wir es ganz entspannt angehen. Kein großer Plan, kein Stress – zuerst schwinge ich mich aufs Fahrrad und radle zum Intermarché. Ganze fünf Minuten dauert die Fahrt. Perfekt! Der Supermarkt ist richtig gut sortiert und hält sogar eine kleine Überraschung für uns bereit: Unsere elektrische Zahnbürste gibt es hier tatsächlich zu einem akzeptablen Preis! Auch sonst sind die Preise im Vergleich zu den Supermärkten, die wir bisher besucht haben, erfreulich günstig. Also wandern frische Shrimps und die Zutaten für ein Curry für die nächsten Tage in meinen Einkaufswagen. So lässt es sich leben!

Kochen ohne Stress

Zurück am Campingplatz heißt es erst einmal Gemüse schnippeln. Ich bereite schon mal alles für morgen vor, denn nach der langen Fahrt möchte ich nicht auch noch stundenlang in der Küche stehen. Unser nächstes Ziel steht nämlich schon fest: Île de Ré und La Rochelle. Bevor wir dorthin aufbrechen, will ich aber noch den Küstenpfad in die andere Richtung erkunden. Und was soll ich sagen? Der ist wunderschön! Leider hat es auch hier gebrannt. Zum Glück konnte man es wohl eindämmen, denn die Fläche ist begrenzt.  Und der Stein! Ich glaube der sieht mich an :-).

Ich bin sofort hin und weg. Der Weg schlängelt sich durch die Landschaft und immer wieder gibt es herrliche Ausblicke. Genau mein Ding! Nur der Strand gegenüber bleibt heute unerreichbar. Zu viele Kurven führen noch dorthin – und irgendwann denke ich mir: Wenn ich jetzt weiterlaufe, muss ich den ganzen Weg schließlich auch wieder zurück. Das muss dann doch nicht sein.

Martin und die mysteriöse Zahnbürste

Auf dem Rückweg treffe ich den inzwischen erfolglosen Martin wieder. Der Fisch wollte heute offenbar genauso wenig wie wir – nämlich mitmachen. Also gibt es erst einmal Kaffee am Campingplatz. Gemütlicher geht es kaum. Doch dann kommt die Zahnbürste ins Spiel. Martin hatte das gute Stück inzwischen auseinandergebaut und offenbar sogar erfolgreich repariert. Alles bestens! Denkste.

Plötzlich meldet sich das Teil in der Stille wieder munter zu Wort. Offenbar hat unsere Zahnbürste ihren eigenen Kopf und beschlossen, uns noch ein bisschen zu beschäftigen. Also radle ich kurzerhand wieder zum Intermarché und kaufe eine neue. Problem gelöst. Hoffentlich! Und plötzlich klappt es doch!

Während ich gerade diesen Reisebericht schreibe, kommt Martin von seinem zweiten Angelausflug zurück. Und siehe da – diesmal gibt es tatsächlich etwas zu erzählen! Nachdem er zunächst ein paar Franzosen beim Angeln beobachtet hat, scheint die Inspiration endlich gewirkt zu haben. Ich habe kurzerhand eine Crevette geopfert – und siehe da: Neues Spiel, neues Glück!

Zack – eine Brandbasse hängt am Haken! Na bitte, geht doch! Martin hat seinen Fisch und ich kann mich entspannt zurücklehnen. Die Crevette hat ihren Dienst erfüllt und ist damit wohl das erfolgreichste Mitglied unserer Reisegruppe.

Drei Nächte am Moulin d’Aurore

Inzwischen haben wir drei Nächte auf dem Campingplatz Moulin d’Aurore verbracht. Der Platz liegt direkt am Meer und hat sogar einen eigenen Ausgang zum Strand. Dazu gibt es eine tolle Bar, viele Bäume und eine herrlich entspannte Atmosphäre. Die Stellplätze darfst Du Dir selbst aussuchen, allerdings solltest Du Dich auf teilweise ziemlich unebenen Untergrund einstellen. Die Sanitäranlagen sind sauber – allerdings ohne Klopapier. Für manche Menschen ist das vermutlich ein entscheidendes Detail. Uns ist es ziemlich egal. Für uns zählt das Gesamtpaket – und das stimmt hier einfach.

Unser Fazit: absolut empfehlenswert!

Boulangerie mit Suchtpotenzial

Ein besonderes Highlight findest Du direkt neben der Einfahrt zum Campingplatz: die Boulangerie Moulin.
Hier wird noch richtig handgemacht und das schmeckt man auch. Das beste traditionelle Baguette, das wir auf unserer bisherigen Reise gegessen haben, kommt tatsächlich von hier. Dazu gibt es richtig gute Croissants. Was will man mehr?

Wir wünschen guten Appetit!