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Freiformsticken Frauenköpfe

Freiform-Stickerei: Ausdrucksstarke Frauenporträts in Schwarz, Rot und Silber

Freiform-Sticken bedeutet Freiheit – kein vorgezeichnetes Muster, keine starren Regeln, sondern ein intuitiver Dialog
zwischen Stoff, Nadel und Idee. In meinem aktuellen Projekt steht genau diese Freiheit im Mittelpunkt, kombiniert mit
einer klaren gestalterischen Begrenzung: ausschließlich Frauenmotive, reduziert auf die Farben Schwarz, Rot und Silber,
umgesetzt auf naturbelassenem Leinenstoff und gerahmt mit einer schlichten 1-cm-Holzleiste. Stickvorlage ist eine auswaschbare Folie mit dem vorgezeichneten Motiv. Dieses habe ich teilweise mit KI in Vektorgrafik erstellt.

Die Idee: Vielfalt in Gesichtern erzählen

Jedes Motiv zeigt das Gesicht einer Frau – und doch gleicht keines dem anderen.

Unterschiedliche Herkünfte spiegeln sich in:

– individuellen Gesichtszügen

– verschiedenen Frisuren und Kopfbedeckungen

Besonders wichtig ist der Gesichtsausdruck. Manche blicken ruhig und geschlossen, andere selbstbewusst,
nachdenklich, stolz oder verletzlich. Durch die Reduktion der Farbpalette entsteht der Ausdruck nicht über Farbe,
sondern über Linie, Struktur und Kontrast.

Material als bewusste Bühne

Leinenstoff bildet die Grundlage aller Arbeiten. Seine leicht unregelmäßige Struktur passt perfekt zur freien Sticktechnik.
Er bringt:

– eine natürliche Spannung im Gewebe

– sichtbare Textur zwischen den Stichen

– eine warme, ruhige Basis für die starke grafische Wirkung der Motive

– Das Leinen bleibt größtenteils sichtbar und wird so zum aktiven Gestaltungselement.

Die reduzierte Farbwelt

– Die Beschränkung auf Schwarz, Rot und Silber zwingt zu klaren Entscheidungen:

– Schwarz für Konturen, Tiefe und grafische Stärke

– Rot als emotionaler Akzent – Lippen, textile Elemente, symbolische Linien

– Silber für Reflexion, Würde und Hervorhebung

– Diese Dreierkombination erzeugt eine kraftvolle, fast ikonische Bildwirkung.

Die Rahmung: 1 cm Holzleiste

Die fertigen Stickbilder werden bewusst schlicht gefasst. Eine nur 1 cm breite Holzleiste

– hält den Fokus vollständig auf das Motiv

– unterstreicht den Objektcharakter

– wirkt modern und leicht

Diese Serie ist meine Hommage an die weibliche Vielfalt und war meine Winterarbeit 2025/2026!

Barbie-Schrein

Meine Reise-Barbie bekommt einen eigenen Schrein

Manche Dinge sind einfach viel zu schade, um in einer Kiste zu verschwinden. Vor allem dann, wenn sie Erinnerungen an eine ganz besondere Zeit wecken. So erging es meiner Barbie aus den 70er-Jahren. Statt sie irgendwo zwischen alten Spielsachen und Erinnerungsstücken verschwinden zu lassen, bekam sie bei mir einen ganz besonderen Auftritt: einen eigenen kleinen Barbie-Schrein.

Aus einer alten Schublade wird eine Bühne

Als Grundlage diente eine alte Schublade. Die war perfekt für mein Vorhaben, denn durch ihre Form hatte sie schon den Charakter einer kleinen Vitrine. Zuerst habe ich sie mit schönem Papier beklebt. Dafür kam ganz klassisch Papierleim zum Einsatz.

Danach durfte die Einrichtung einziehen – und hier konnte ich mich so richtig austoben. Alte Barbie-Utensilien, die über die Jahre aufgehoben wurden, bekamen endlich wieder ihren großen Auftritt.

Meine Barbie geht auf Reisen

Da ich selbst gerne reise, fotografiere und im Garten werkle, musste meine Barbie natürlich zu mir passen. Deshalb wurde aus ihr kurzerhand eine kleine Reise-Barbie.

Mit Sonnenbrille und Fotoapparat ist sie bestens für den nächsten Urlaub gerüstet. Unten stehen kleine Blumen und Koffer – schließlich braucht eine reisefreudige Dame beides: etwas fürs Auge und Gepäck für unterwegs. 😉

So wurde aus einer Barbie aus vergangenen Zeiten ein kleines Abbild meiner eigenen Leidenschaften.

Und dann wird es gemütlich

Damit mein Barbie-Schrein nicht nur tagsüber etwas hermacht, habe ich am Rand noch eine Lichterkette mit kleinen Sternen befestigt. Und damit war die kleine Zeitreise perfekt.

Besonders im Winter kommt sie richtig schön zur Geltung. Dann leuchtet meine Reise-Barbie gemütlich über dem Herd und erinnert mich daran, dass alte Dinge nicht unbedingt alt aussehen oder im Schrank verschwinden müssen.
Meine Barbie darf jedenfalls weiterhin auf Reisen gehen – auch wenn sie inzwischen ihren festen Platz in der Küche gefunden hat.

Decollage

Decollage – Wenn Schichten Geschichten erzählen

Es gibt Techniken, die nicht durch das Hinzufügen entstehen, sondern durch das Wegnehmen. Die Décollage gehört genau dazu. Statt etwas aufzubauen, werden Schichten abgetragen, freigelegt, neu kombiniert – und genau darin liegt ihr besonderer Reiz.

Für mein aktuelles Projekt bildete ein Hauptmotiv den Ausgangspunkt, unter dem sich vier bis fünf Seiten aus dem FLOW-Magazin verbergen, die nach und nach sichtbar werden.

Die Idee hinter der Schichtarbeit

Während Collage meist vom Arrangieren lebt, erzählt die Décollage von verborgenen Ebenen. Was zunächst verdeckt ist, wird durch Reißen, Schaben oder vorsichtiges Ablösen wieder ans Licht geholt. Jede freigelegte Stelle ist eine Entscheidung – spontan, intuitiv und nie ganz planbar.

Das Hauptmotiv fungiert dabei als erste, sichtbare Ebene. Es lenkt den Blick und gibt dem Bild eine Richtung. Doch die eigentliche Spannung entsteht darunter:

Fragmente von Farben, Mustern, Texten und Illustrationen aus den FLOW-Seiten blitzen hervor und verbinden sich zu einer neuen visuellen Ebene.

Warum Seiten aus dem FLOW-Magazin?

Die Seiten des FLOW-Magazin eignen sich besonders gut für diese Technik. Sie bringen bereits eine große Vielfalt mit:

– sanfte Farbverläufe

– grafische Muster

– handgezeichnete Illustrationen

– typografische Elemente

– kleine Textpassagen mit positiven Botschaften

In der Décollage werden diese ursprünglichen Inhalte aus ihrem Kontext gelöst und bringen abwechslungsreiche Farben hervor.

Der Arbeitsprozess

Zuerst werden vier bis fünf Seiten übereinander auf den Untergrund geklebt. Noch wirkt alles wie eine geschlossene Fläche.
Erst danach beginnt der eigentliche kreative Teil:

– vorsichtiges Einreißen einzelner Bereiche

– partielles Abziehen der oberen Schicht

– Freilegen kleiner „Fenster“ in die darunterliegenden Ebenen mit dem Cutter

– bewusstes Steuern von Farb- und Formkontrasten

Manche Stellen öffnen sich ganz leicht, andere widersetzen sich – und genau diese Unvorhersehbarkeit macht den Prozess so lebendig.

Achtsamkeit im künstlerischen Prozess

Was diese Technik für mich so besonders macht, ist ihre entschleunigende Wirkung. Das langsame Freilegen der unteren Schichten hat etwas Meditatives. Jede Bewegung mit den Fingern oder dem Werkzeug verlangt Aufmerksamkeit – zu viel Druck zerstört, zu wenig bewirkt nichts.

Vielleicht passt gerade deshalb das Material des FLOW-Magazins so gut zu dieser Arbeitsweise. Die Idee von Achtsamkeit, die in den Heften steckt, setzt sich im kreativen Prozess fort. Versuche es doch auch einmal!

 

Hocker-Upcycling mit Acryl-Pouring

Hocker – Upcycling mit Acrylpouring

Aus einer Haushaltsauflösung einer älteren Dame stammt dieser ursprünglich dunkelbraune Hocker. Der schrie förmlich nach einem frischen neuen Design.

Dieser Hocker stammt mal wieder aus einer Haushaltsauflösung und war dunkelbraun und sehr rustikal. Ein bisschen neue Frische hat ihm gut getan.

Folgendes Material brauchst Du dafür:

Acrylfarben in verschiedenen FarbenBoden von Plastikwasserflasche o. ä.
Pouring Medium
Becher
Spachtel, Spatel oder Zahnstocher
Schleifpapier
Schutzfolie oder Pappe
Klebeband

Vorbereitend Hocker abwaschen und trocknen lassen. Sitzfläche leicht anschleifen, um eine bessere Haftung der Farbe zu gewährleisten.

Wasserflasche den Boden mit Cuttermesser abschneiden. Dieser wird auf das Objekt gestellt, damit die Farben über den Boden fließen können. Damit bekommst Du den Effekt der Verteilung.

Pouringfarben anrühren, dass sie noch leicht fließen. Auf die Sitzfläche zuerst mit einem Spachtel eine Schicht weiße Farbe verteilen. Dann gehts los! Gieße abwechselnd Deine angerührten Farben drüber und lass Deiner eigenen Kreativität freien Lauf. Kleiner Tip: Immer wieder weiß dazwischen gießen.

Den Hocker an einem warmen Ort vollständig trocknen lassen. Dies kann bis zu 24 Stunden dauern. Da die Farben länger nachtropfen können, lasse ich die Objekte in meiner kalten Werkstatt stehen und hole sie später fürs Trocknen ins Wohnzimmer.

Nach dem Trocknen kannst du die Sitzfläche mit Klarlack versiegeln, um sie vor Kratzern und Abnutzung zu schützen.

Da bei mir nach dem Trocknen die Oberfläche sehr unregelmäßig in der Haptik ist, werde ich die Fläche mit Epoxy versiegeln.

Brauchst Du andere Pouring-Eindrücke? Dann kannst Du Dir hier einige Beispiele ansehen.

Upcycling alter brauner Hocker in weiß mit Acrylpouring auf der Sitzfläche in pink, dunkelblau, rosa und hellblau in Form einer Blüte

Bunter Gartenzaun

Bunter Gartenzaun

komplette 8 m Ansicht vom bunten Upcycling Gartenzaun mit jeweils verschiedenen Mustern auf den alten Dielenbodenbrettern

Ein Gartenzaun ist nicht nur eine praktische Abgrenzung, sondern kann auch zu einem echten Blickfang in Deinem Garten werden. Wenn Du nach einer kreativen Möglichkeit suchst, Deinen Außenbereich zu verschönern, könnte ein selbstgemachter Zaun aus Dachbodenbrettern die perfekte Lösung sein. In diesem Blogbeitrag erfährst Du, wie Du mit Acryl-Malstiften jedem Brett ein individuelles Muster verleihen kannst, um einen einzigartigen und farbenfrohen Gartenzaun zu gestalten.

Bevor Du mit Deinem DIY-Projekt beginnst, sammelst Du z. B. alte Dachbodenbretter.  Reinige die Bretter gründlich und entferne eventuelle Nägel oder Schrauben.

Dachbodenbrett mittelblau gestrichen und Wellen-Muster mit türkis, lila, zartgelb und dunkelgrünen Acrylstiften gemalt. Die Wellen unterscheiden sich jeweils durch ein anderes Muster
Dachbodendiele gelborange gestrichen und Kästchen-Muster mit rosa, lila, blau und fliederfarbenen Acrylstiften gemalt. Eines der vielen Zaunbretter für meinen neuen Gartenzaun
Zwei Dachbodendielen je grün und rostorange gestrichen. Hellgrünes Brett mit abstrakten Blüten in rot und gelb gemalt und das rostrote mit diagonal laufenden Streifen mit verschiedenen Ornamenten in lila, creme und orangenen Farben (Acrylstifte)
Dachbodendiele dunkelbraun gestrichen mit abstraktem Muster in rosa-pinken, blauen und weißen Acrylstiften gemalt. Eines der vielen Zaunbretter für meinen neuen Gartenzaun
Dachbodendiele pink gestrichen mit Navigationspfeilen nach rechts und links in rosa-pink, bleu und blauAcrylstiften gemalt. Brett vom bunten Gartenzaun

Die Bretter werden nun gehobelt. Überlege Dir dann, welche Farben Du für Dein Projekt verwenden möchtest. Acryl-Malstifte bieten eine breite Palette an Farben und ermöglichen Dir, jedes Zaunbrett in einem anderen Muster zu gestalten.

Der kreative Teil beginnt! Lasse Deiner Fantasie freien Lauf und male individuelle Muster für jedes Brett. Das können geometrische Formen, Blumen, Tiere oder abstrakte Designs sein. Es ist hilfreich, eine Skizze oder Vorlage zu erstellen, um den Prozess zu erleichtern.

Trocknen und Versiegeln

Nachdem Du alle Muster aufgetragen hast und der Zaun vollständig getrocknet ist, kannst Du noch Bootslack zur Versiegelung auftragen. Das schützt die Farben und kann die Lebensdauer Deines Zaunes verlängern. Da meiner an der Straße ist war das für mich ein Muss!

Mit diesem DIY-Projektentsteht ein einzigartiger Gartenzaun, der Deine Persönlichkeit widerspiegelt und trägt Upcycling bei, indem Du alte Dachbodenbretter wiederverwendest. Es gibt Deinem Garten eine persönliche Note und macht ihn zu einem Ort der Entspannung und Individualität.

Für meinen Zaun habe ich zwei Winter lang gemalt. Schöne Dinge brauchen Zeit. Ich wünsche Dir viel Spaß und Erfolg bei Umsetzung Deiner Ideen. Vielleicht magst Du mir dann ein Bild senden?

Deine Freude ist meine Freude!

frisch lackierte, bunte Zaunbretter zur Trocknung aufgereiht