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Hennebont

Hennebont

Die mittelalterliche Stadt Hennebont am Fluss Blavet besitzt mit der Porte Broërec’h eines ihrer eindrucksvollsten Bauwerke. Wer durch dieses gewaltige Stadttor tritt, betritt die alte „Ville-Close“, die befestigte Altstadt mit ihren Mauern, Türmen und engen Gassen. Die Villa dort ist aber leider hinter so großen Mauern, dass ich sie nicht fotografieren konnte. Man vermutet hinter diesem Tor eigentlich zuerst gar nichts. Ich war echt überrascht, dass es wie in einem kleinen Dorf – natürlich wieder Berg rauf und runter – aussieht.

Im Laufe der Jahrhunderte änderte sich die Nutzung der Anlage mehrfach. Die Türme dienten nicht nur der Verteidigung, sondern später auch als Gefängnis. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt Hennebont schwere Zerstörungen. Die Broërec-Türme wurden 1944 bombardiert und brannten aus. Erst zwischen 1967 und 1972 erfolgte die sorgfältige Restaurierung. Heute befindet sich dort ein Museum für lokale Geschichte und bretonische Traditionen.

Lorient

Lorient

Nachdem wir den Regen auf dem Campingplatz erfolgreich ausgesessen hatten schwangen wir uns auf die Räder und starteten von Lomener Richtung Lorient. Nicht auf der legendären Route 66, sondern deutlich französischer und weniger glamourös auf der „R45“. Klingt zwar nicht ganz so rockig, brachte uns aber immerhin nach etwa 30 Minuten ans Ziel.

Die Strecke hatte alles zu bieten: Sandwege, kleine Parks und Strandabschnitte. Unser Ziel war der Hafen von Lorient. Auf dem Weg zur „Bushaltestelle fürs Schiff“ entdeckten wir einige spannende Lost Places und beeindruckende Graffitis.

Mit dem Schiff setzten wir auf die andere Seite über und besuchten dort die beeindruckende Citadelle. Danach ging unsere Radtour weiter bis Pen Mané zur nächsten Schiffshaltestelle. Von dort aus fuhren wir wieder zurück nach Lorient und schließlich gemütlich zum Campingplatz — diesmal mit viel Sonne im Gesicht und total entspannt.

Citadelle de Port-Louis

Die Citadelle de Port-Louis liegt an der Südküste der Bretagne gegenüber der Stadt Lorient. Wir sind mit dem City-Bus-Schiff für 1,50 € pro Person inkl. Fahrräder ca. 6 min. von Lorient aus übergesetzt. Sie zählt zu den bedeutendsten historischen Festungsanlagen der Region und beeindruckt durch ihre Lage direkt am Atlantik. Die Citadelle diente lange Zeit als militärischer Stützpunkt und zum Schutz der Küste vor feindlichen Angriffen.

Besonders interessant waren die beiden Museen innerhalb der Festung. Im Schifffahrtsmuseum erfährt man viel über die Geschichte der französischen Marine und den Seehandel. Es gibt für 2 € einen deutschen Audioguide. Das Museum ist wirklich sehr schön, auch für Menschen, die nur schauen wollen. Für Jeden ist etwas dabei: Modelle von Schiffen, Navigationsinstrumente und historische Karten, Porzellan und Gemälde.

Im Museum der Ostindien-Kompanie wird die Handelsgeschichte Frankreichs mit Asien dargestellt. Die ausgestellten Gegenstände aus China, Indien und Afrika zeigen, wie weitreichend die Handelsbeziehungen damals waren. Es ist sehr beeindruckend mit ins Detail gehenden Miniaturansichten und ähnlich kunstvollen Darstellungen.

Der Rundgang auf den Festungsmauern bietet einen wunderschönen Blick auf den Hafen von Lorient, das Meer und die bretonische Küste. Bei gutem Wetter kann man zahlreiche Segelboote beobachten und die frische Meeresluft genießen. Mit Glück fährt auch ein großes Schiff vorbei.

Wir haben hier

Camping Sandaya Belle Plage ACSI

zwei ruhige Nächte hinter den Dünen verbracht. Der Platz war nett und alles sauber. Das Restaurant wollten wir nicht ausprobieren (Ambiente naja) und den Eingang zum überdachten Swimmingpool haben wir nicht gefunden, es gab aber auch keine Umkleide da in der Nähe. Gut, wir hätten Fragen können. In der Nähe ist wohl auch ein Taucherparadies. Davon liefen viele bei uns rum.

Quimper

Quimper

Die bretonische Stadt Quimper begeistert sofort mit ihrer lebendigen Atmosphäre, den charmanten Gassen und der typisch französischen Gelassenheit. Zwischen historischen Fachwerkhäusern, kleinen Cafés und grünen Uferwegen zeigt sich die Bretagne hier von ihrer besonders freundlichen und einladenden Seite.

Eine Altstadt wie aus dem Bilderbuch

Schon beim ersten Spaziergang durch die Altstadt von Quimper fühlt man sich wie in eine andere Zeit versetzt. Bunte Fachwerkhäuser lehnen sich leicht schief aneinander, Blumen schmücken die Fenster, und überall laden kleine Geschäfte und Crêperien zum Verweilen ein.

Die bretonischen Steigungen – sportlich und lohnenswert

Quimper liegt nicht flach – und genau das macht die Stadt mal wieder so spannend, wie auch andere davor. Die kleinen bzw. großen Anstiege und hügeligen Straßen gehören einfach zur Bretagne dazu. Gerade mit dem Fahrrad sorgen die Steigungen immer wieder für schöne Ausblicke über Dächer, Flussläufe und grüne Hügel … und für Muskelkater trotz E-Bike.Uns hat das Städtchen gut gefallen. Hier konnte man – nicht wie in Morlaix – mit dem Camper auf einem großen Parkplatz oberhalb gut parken, die Räder abschnallen und losradeln.

Le Diben

Le Diben

An der zerklüfteten Nordküste der Bretagne liegt mit Le Diben ein kleiner Hafenort, der bis heute den ursprünglichen Charakter der bretonischen Küste bewahrt hat. Zwischen granitenen Felsformationen, schmalen Wanderpfaden und dem rauen Atlantik entfaltet sich hier eine Landschaft, die zugleich wild und beruhigend wirkt.

Der kleine Naturhafen von Le Diben gehört zur Gemeinde Plougasnou und war jahrhundertelang ein wichtiger Ausgangspunkt für Fischer und Küstenschifffahrt. Noch heute schaukeln traditionelle Boote im Wasser, während sich bei Ebbe große Sand- und Schlickflächen zeigen – typisch für die Gezeitenküste der Bretagne. Wir hatten das Glück einen Stellplatz – zudem kostenlos – mit Blick auf den kleinen Hafen zu ergattern. Es war so still an diesem Ort, wie ich es sonst nur von meinem Lieblingsplatz an der Müritz kenne.

Für Wanderfreunde ist Le Diben ein idealer Ausgangspunkt. Entlang der Küste verläuft der berühmte bretonische Fernwanderweg GR 34, auch „Zöllnerpfad“ genannt. Der Weg führt direkt an den Klippen entlang und eröffnet spektakuläre Ausblicke auf Buchten, Inseln und das offene Meer.

Es war so entspannt, dass ich seit langer Zeit wieder einmal zum Macro-Fotografie gefunden habe. Es gibt so viele Motive – selbst auf einem Randstreifen hinter der Leitplanke…

Hier haben wir kostenlos übernachtet:

Port de Primel – Le Diben 29630

Ein Link von Park4Night, der Ort wurde nur falsch gespeichert. Im Juli-August kostet der 5 € die Nacht. 

Trégastel

Trégastel

ist quasi unser Nachbarort genau wie Perros-Guirec. Man hat beide Orte in 10 min mit dem Rad erreicht. Perfekt für unser Rad-Event heute bei trockenem Wetter und Sonnenschein – zumindest ab und an.

Hast Du schon einmal von Trégastel gehört? Dieser wunderschöne Ort in der Bretagne hat so einiges zu bieten. Besonders beeindruckend ist das Aquarium von Trégastel, das sich einzigartig in rosafarbenen Granitfelsen befindet. Beim Erkunden tauchst Du in eine faszinierende Unterwasserwelt ein und kannst viele spannende Meeresbewohner hautnah erleben. Vor allem die riesigen Langusten.

Ein weiteres Highlight ist das historische Gefängnis von Trégastel. Auch wenn es heute nicht mehr als Gefängnis genutzt wird, erzählt es dir viel über die Geschichte des Ortes und lässt dich in vergangene Zeiten eintauchen.

Trégastel ist perfekt, wenn du Natur, Kultur und besondere Sehenswürdigkeiten miteinander verbinden möchtest. Egal ob du entspannen oder Neues entdecken willst – hier findest du garantiert etwas, das dich begeistert. Mich haben – wie immer – die Steine und das Farnfeld begeistert. Denn ich dachte, dass Farne nur im Wald und Halbschatten wachsen und diese sind hier voll in der Sonne.

 

Aquarium Trégastel

So etwas habe ich noch nie gesehen. In diese riesigen Steine eingebaut ein Aquarium – unfassbar. Sehr nett gemacht und lohnenswert. Über Tierschutz oder -Quälerei kann man sicher auch hier streiten.

Hier haben wir übernachtet:

Camping Tourony ASCI

Sehr schön an einer Bucht gelegen. Unten jeweils ein Foto bei Ebbe und eins bei Flut. Sanitäranlagen sehr gepflegt und sauber. Freundlicher Empfang! Jeden Tag kommt ein anderer „Imbisswagen“ ab 18 Uhr auf den Platz. Gestern war es einer mit Crêpe und Galette und heute mit herzhaften Gerichten. Ein etwas anderes Niveau als Imbiss wie wir ihn kennen. Ich hatte Rochen mit Gemüse und Fritten (gegen Kartoffel-Pü getauscht) und mein Liebster eine leckere Bratwurst zu den Fritten. Ich wusste gar nicht, dass man Rochen essen kann. Wunderbares zartes Filet ohne Gräten. Als Nachtisch Zitronen-Tartes. Leben wie Gott in Frankreich sag ich nur!