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Saint-Brieuc

Saint Brieuc

Wer bei Saint-Brieuc nur an eine ruhige bretonische Stadt denkt, hat die Rechnung ohne ihre Wände gemacht. Denn hier passiert etwas, das man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht erwartet: Saint-Brieuc ist eine kleine, aber ziemlich beeindruckende Open-Air-Galerie. Genau das Richtige für mich. 

Zwischen alten Häuserfassaden, unscheinbaren Gassen und modernen Gebäuden tauchen sie plötzlich auf – riesige Murals, verspielte Illustrationen, politische Statements oder einfach Kunst, die gute Laune macht. Streetart gehört hier ganz selbstverständlich zum Stadtbild, als hätte jemand beschlossen: „Warum graue Wände, wenn es auch spannend geht?“

Leider wollte das Wetter wieder nicht so. In den einzigen zwei Stunden ohne Regen haben wir es geschafft eine Rad-Tour zum Hafen nach Légué, am Leuchtturm bei Ebbe Muscheln sammeln und auf dem Rückweg in die historische Stadt mit Graffity-Suche. Zum Hafen hat uns der nette Schrankenwärter extra die Brücke geöffnet, damit wir auf die andere Seite kommen.

Wenn man nicht so gut französisch sprechen ist es manchmal mühselig. Aber die Menschen sind sehr geduldig und erfindungsreich. An einer Tankstelle mussten wir vorher einen Betrag festlegen, damit wir tanken können. Bis die freundliche Frau und ich das geregelt hatten, war ein bisschen Zeit vergangen. Alle sind hier lächelnd geduldig – zumindest bis jetzt. Andere sprechen auch kein Englisch, dann geht es mit Händen und Füßen und zum Glück gibt es zur Not das Mobil-Telefon mit einem Übersetzer.

Das mit dem Regen finde ich grundsätzlich nicht schlimm, aber zum Fotografieren ist es wirklich ungünstig. 

Hier haben wir zwei Nächte verbracht:

Gegen 16 Uhr ohne Reservierung angekommen. Der junge Mann hat es dann doch noch möglich gemacht, wahrscheinlich weil wir keinen Strom brauchten. So hatten wir im Stadtpark, voll im Grünen, einen tollen Platz. Super ruhig – bis auf die Taube, die auf einem Zweig saß und über das Leben nachdachte.

Bretagne 2026

Camper-Rundreise Bretagne

Endlich ist es soweit – wir fahren in die Bretagne nach Frankreich. Letzten Herbst waren wir in der Normandie. Da habe ich mich in Frankreich verliebt. Die Route ist wie folgt:

Amiens Zwischenstop – Le Mont Saint MichelSaint MaloSaint BrieucPaimpolTouronyTregastelLe DebinConcarneauTronoënQuimperLorientHennebontQuiberonSaint Pierre QuiberonCarnacKerhostin – Heimweg: Chartres – Reims – Dahlem

Wir haben ca. 18 Tage eingeplant – Dann fahren wir mal los.

 

Amiens

Manchmal braucht es keinen ausgeklügelten Reiseplan – manchmal reicht schlicht mieses Wetter. So wurden wir letztes Jahr an der windgepeitschten Küste der Normandie quasi „nach Amiens gespült“. Es war Sonntag. Die Stadt? Nun ja… sagen wir so: selbst die Tauben wirkten, als hätten sie beschlossen, heute einfach mal nichts zu tun.

Ein halbes Jahr später dann die Revanche: strahlender Sonnenschein, ein Frühlingswochenende und wir mittendrin – bewaffnet mit kühlen Getränken und der besten Aussicht überhaupt: ein gemütlicher Platz in einer Bar. Und plötzlich war da dieses völlig andere Amiens! Menschen überall, Gelächter, Musik, lebendige Straßen – als hätte jemand heimlich den „Stadt an“-Schalter gefunden.

Die Moral der Geschichte? Amiens ist keine verschlafene Schönheit – sie hat nur sonntags ihren wohlverdienten Ruhetag. Wer die Stadt wirklich kennenlernen will, sollte ihr also die Chance geben, sich von ihrer quirligen, studentenhaften Seite zu zeigen.

Übernachtet haben wir hier:

Camping du chateau in Bretangles

Ein ganz toller, ruhiger Platz mit sehr freundlichem Personal

Ab morgen starten wir die Bretagne in Le Mont Saint Michel – wir freuen uns schon drauf.

 

Laden in Amiens mit roten Türen und einer Figur darüber