Saint-Brieuc
Saint Brieuc
Wer bei Saint-Brieuc nur an eine ruhige bretonische Stadt denkt, hat die Rechnung ohne ihre Wände gemacht. Denn hier passiert etwas, das man auf den ersten Blick vielleicht gar nicht erwartet: Saint-Brieuc ist eine kleine, aber ziemlich beeindruckende Open-Air-Galerie. Genau das Richtige für mich.
Zwischen alten Häuserfassaden, unscheinbaren Gassen und modernen Gebäuden tauchen sie plötzlich auf – riesige Murals, verspielte Illustrationen, politische Statements oder einfach Kunst, die gute Laune macht. Streetart gehört hier ganz selbstverständlich zum Stadtbild, als hätte jemand beschlossen: „Warum graue Wände, wenn es auch spannend geht?“
Leider wollte das Wetter wieder nicht so. In den einzigen zwei Stunden ohne Regen haben wir es geschafft eine Rad-Tour zum Hafen nach Légué, am Leuchtturm bei Ebbe Muscheln sammeln und auf dem Rückweg in die historische Stadt mit Graffity-Suche. Zum Hafen hat uns der nette Schrankenwärter extra die Brücke geöffnet, damit wir auf die andere Seite kommen.
Wenn man nicht so gut französisch sprechen ist es manchmal mühselig. Aber die Menschen sind sehr geduldig und erfindungsreich. An einer Tankstelle mussten wir vorher einen Betrag festlegen, damit wir tanken können. Bis die freundliche Frau und ich das geregelt hatten, war ein bisschen Zeit vergangen. Alle sind hier lächelnd geduldig – zumindest bis jetzt. Andere sprechen auch kein Englisch, dann geht es mit Händen und Füßen und zum Glück gibt es zur Not das Mobil-Telefon mit einem Übersetzer.
Das mit dem Regen finde ich grundsätzlich nicht schlimm, aber zum Fotografieren ist es wirklich ungünstig.
Hier haben wir zwei Nächte verbracht:

