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Kerhostin

Kerhostin

Am Morgen zog es mich noch einmal bei Sonnenschein an den Strand von Kerhostin auf der Halbinsel Quiberon. Bei Ebbe hatte sich das Meer weit zurückgezogen und eine völlig andere Landschaft freigegeben. Dort, wo wenige Stunden zuvor noch Wasser war, lief ich nun zwischen Felsen, Muscheln und kleinen Wasserbecken entlang. Genau das fasziniert mich an der Atlantikküste der Bretagne: Das Meer verändert ständig die Landschaft und zeigt immer wieder neue Geheimnisse und bietet Platz für Aktivitäten.

Während ich am Strand entlangging, entdeckte ich Muscheln im nassen Sand und Tang, den die Flut zurückgelassen hatte. Ein Stück weiter hat das Meer die Küstenbefestigung bezwungen. Wo etwas zerstört wird, kann auch Neues entstehen. Ich konnte Nester von Schwalben entdecken. In den flachen Wasserbecken spiegelte sich der Himmel, und überall waren die Spuren des Meeres sichtbar. Der Wind wehte mäßig über die Küste und es war angenehm warm.

Ich genoss diesen Spaziergang ganz bewusst als Abschied von unserer Reise durch die Bretagne. Noch einmal ließ ich die vielen Eindrücke der vergangenen Tage vorbeiziehen: die kleinen Hafenorte, die beeindruckenden Klippen, die breiten Strände und das besondere Licht an der bretonischen Küste.

Langsam kehrte später das Wasser zurück und bedeckte nach und nach wieder die Flächen, über die ich eben noch gelaufen war. Genau das macht Ebbe und Flut hier so besonders – das Meer gibt seine Geheimnisse nur für kurze Zeit preis, bevor sie wieder unter den Wellen verschwinden.

 

Und zum Abschied gab es heute Abend noch einen Regenbogen. Ahoi Bretagne bis zum nächsten Mal – Wir sehen uns ganz bestimmt wieder!

Bretagne 2026

Camper-Rundreise Bretagne

Endlich ist es soweit – wir fahren in die Bretagne nach Frankreich. Letzten Herbst waren wir in der Normandie. Da habe ich mich in Frankreich verliebt. Die Route ist wie folgt:

Amiens Zwischenstop – Le Mont Saint MichelSaint MaloSaint BrieucPaimpolTouronyTregastelLe DebinConcarneauTronoënQuimperLorientHennebontQuiberonSaint Pierre QuiberonCarnacKerhostin – Heimweg: Chartres – Reims – Dahlem

Wir haben ca. 18 Tage eingeplant – Dann fahren wir mal los.

 

Amiens

Manchmal braucht es keinen ausgeklügelten Reiseplan – manchmal reicht schlicht mieses Wetter. So wurden wir letztes Jahr an der windgepeitschten Küste der Normandie quasi „nach Amiens gespült“. Es war Sonntag. Die Stadt? Nun ja… sagen wir so: selbst die Tauben wirkten, als hätten sie beschlossen, heute einfach mal nichts zu tun.

Ein halbes Jahr später dann die Revanche: strahlender Sonnenschein, ein Frühlingswochenende und wir mittendrin – bewaffnet mit kühlen Getränken und der besten Aussicht überhaupt: ein gemütlicher Platz in einer Bar. Und plötzlich war da dieses völlig andere Amiens! Menschen überall, Gelächter, Musik, lebendige Straßen – als hätte jemand heimlich den „Stadt an“-Schalter gefunden.

Die Moral der Geschichte? Amiens ist keine verschlafene Schönheit – sie hat nur sonntags ihren wohlverdienten Ruhetag. Wer die Stadt wirklich kennenlernen will, sollte ihr also die Chance geben, sich von ihrer quirligen, studentenhaften Seite zu zeigen.

Übernachtet haben wir hier:

Camping du chateau in Bretangles

Ein ganz toller, ruhiger Platz mit sehr freundlichem Personal

Ab morgen starten wir die Bretagne in Le Mont Saint Michel – wir freuen uns schon drauf.

 

Laden in Amiens mit roten Türen und einer Figur darüber