Start 5 Kategorie: Bretagne-Loire 2026 ( Page 3 )

Le Debin

Le Debin – einfach Hafen gucken

Le Diben ist so ein Ort, bei dem man eigentlich gar nichts vorhat – und genau deshalb bleibt man hängen. Der kleine Hafen liegt gemütlich am Wasser, ein paar Boote schaukeln vor sich hin und die bretonische Landschaft macht auf Postkartenidylle.

Doch rund um den Hafen wird es richtig spektakulär: Eine beeindruckende Felsenlandschaft mit gewaltigen, bizarr geformten Steinformationen zieht sich entlang der Küste. Und die sind nicht erst gestern hier aufgestellt worden – die Gesteine sind hunderte Millionen Jahre alt. Da kommt man sich als Mensch mit seinem doch eher überschaubaren Lebensalter plötzlich ziemlich unbedeutend vor. 

Also machen wir das, was wir besonders gut können: Hafen gucken und Felsen bestaunen! Ein bisschen herumspazieren, aufs Wasser starren, Fotos machen und bloß keinen Stress aufkommen lassen. Schließlich sind wir im Urlaub und nicht auf der Flucht.

Morlaix

Morlaix – Zahnbürstenalarm, Höhenmeter und Streetart

Unser Start in den Tag

Der Tag in Saint-Malo beginnt heute mit einem Wecker der etwas anderen Art. Gegen 6:45 Uhr schrecke ich aus dem Schlaf. Ein lautes, bedrohliches Brummen dringt durch den Camper. Alarm! Ein technischer Defekt? Irgendetwas explodiert? Schlaftrunken brauche ich einen Moment, um die Lage zu peilen. Dann die unglaubliche Erkenntnis: Unsere elektrische Zahnbürste hat beschlossen, selbstständig in den Tag zu starten.

Morlaix – Berge, Graffiti und eine Kunst-Schnitzeljagd mit Hindernissen

Morlaix – eine Stadt, die offenbar der Meinung ist, dass ebene Straßen völlig überbewertet werden. Kaum sind wir unterwegs, geht es bergauf. Dann wieder bergab. Und natürlich gleich wieder bergauf. Wer hier einen entspannten Stadtbummel plant, bekommt gratis ein kleines Bein- und Gesäßtraining dazu. Wir nehmen es sportlich – schließlich müssen wir die bretonischen Crêpes ja irgendwie wieder abtrainieren. 

Unser großer Pluspunkt: Wir stehen mit dem Wohnmobil kostenlos auf dem Aire de camping-cars in Morlaix. Perfekt! Kein Parkplatzstress und wir können unsere Erkundungstour direkt zu Fuß starten.

Morlaix Arts Tour – Kunst suchen, Höhenmeter sammeln

Morlaix überrascht uns dann allerdings nicht nur mit Fachwerkhäusern und seinem mächtigen Viadukt, sondern auch mit jeder Menge Streetart. Überall in der Stadt tauchen riesige Wandbilder auf. Der Morlaix Arts Tour verwandelt Morlaix praktisch in eine riesige Galerie unter freiem Himmel. Mittlerweile gibt es mehr als 80 monumentale Fresken zu entdecken.
Klingt einfach? Ist es theoretisch auch. Doch alle haben wir nicht gefunden. Denn natürlich laden wir uns brav die App MX Art Connect herunter. Karte öffnen, Kunstwerk auswählen und loslaufen. So weit der Plan.

Die Realität sieht ungefähr so aus:
App: „Das Kunstwerk befindet sich in deiner Nähe.“ Wir: „Ja, wo denn?“ Wir laufen links, rechts, um die Ecke, wieder zurück. Wir gucken auf Hauswände, in Seitengassen und wahrscheinlich auch an Stellen, an denen sich das Kunstwerk kaputtlacht, weil wir es nicht finden. Denn die APP liefert keine Route dazu – super! Aber genau das macht die Tour irgendwie charmant. Wir ziehen durch die Stadt, entdecken dabei ständig neue Ecken und merken ganz nebenbei, dass Morlaix wesentlich mehr Streetart zu bieten hat, als wir erwartet haben.

Und dann gehts zum Tunnel neben dem Bahnhof

Unser persönliches Highlight ist allerdings nicht irgendeine bemalte Hauswand, sondern ein ziemlich außergewöhnlicher Ort: der ehemalige Funikulartunnel von Morlaix. Der Tunnel wurde 1906 gebaut und sollte eigentlich den Bahnhof mit der Innenstadt verbinden. Die geplante Standseilbahn wurde allerdings nie fertiggestellt – der Tunnel blieb ungenutzt. Heute bekommt er endlich eine neue Aufgabe: Streetart statt Eisenbahn. Und das ist wirklich eine ziemlich coole Location.

Dunkel, geheimnisvoll, ein bisschen morbide und mit ordentlich Urbex-Gefühl. Unter dem Titel „Obsidian – Die Legende des Drachen“ treffen hier Geschichte und Streetart aufeinander. Besonders beeindruckend ist die riesige Drachenskulptur des Künstlers Ezra: sieben Meter Spannweite, zwölf Meter lang und vier Meter hoch. Allerdings hatten wir uns ein paar mehr Kunstwerke erhofft.

Mein Lieblingsmotiv war am Tunnel gegenüber – welches gefällt Dir am besten?

Morlaix ist definitiv keine Stadt für Bewegungsmuffel – aber dafür eine ziemlich gute Adresse für neugierige Entdecker. Wer Morlaix zu Fuß erkundet, braucht keine Wander-App – die Stadt selbst liefert die Höhenmeter gleich mit.  Und wenn wir am Ende wieder beim Wohnmobil ankommen, sind wir uns einig: Morgen darf es zur Abwechslung ruhig mal eine Stadt ohne eingebauten Berg sein. So fahren wir nach einem Café au lait in der Taylor Bar zum Übernachten nach Le Debin – unseren Lieblingserholungsort in der Bretagne. Den haben wir im Mai 2026 entdeckt. Die Fotos findest Du hier.

Saint Malo

Saint-Malo – Eine Stadt mit rauer Vergangenheit

Saint-Malo hat nicht nur eine hübsche Postkartenkulisse zu bieten. Die Stadt blickt auf eine bewegte Geschichte zurück und war einst eine bedeutende Seefahrer- und Handelsstadt. Besonders bekannt wurden die sogenannten Korsaren von Saint-Malo, die im Auftrag des französischen Königs feindliche Handelsschiffe aufbringen durften.

Unser Ziel ist natürlich die berühmte Altstadt Intra-Muros, also der Bereich „innerhalb der Mauern“. Klingt zunächst ein bisschen nach Mittelalter zum Anfassen – und tatsächlich fühlt es sich auch genauso an. Schon von außen macht die gewaltige Stadtmauer ordentlich Eindruck. Dicke Granitsteine, Türme und Bastionen umschließen die Altstadt und lassen keinen Zweifel daran, dass Saint-Malo früher nicht nur hübsch, sondern vor allem wehrhaft sein musste.

Einmal rund um die Altstadt

Natürlich wollen wir nicht nur unten durch die Gassen schlendern. Die Stadtmauer muss erklommen werden – schließlich wollen wir Saint-Malo von oben sehen. Der Rundweg auf der Mauer ist fast zwei Kilometer lang und bietet ständig neue Ausblicke. Auf der einen Seite liegt die Altstadt mit ihren engen Gassen und den typischen bretonischen Granithäusern, auf der anderen Seite öffnet sich das Meer.

Intra-Muros – enge Gassen und alte Gemäuer

Dann geht es hinein in die Altstadt. Intra-Muros ist ein Gewirr aus engen Gassen, kleinen Geschäften, Restaurants und Cafés. Die Häuser stehen dicht an dicht und bestehen größtenteils aus dem typischen grauen bretonischen Granit.

Doch die historische Kulisse täuscht ein wenig: 1944 wurde Saint-Malo im Krieg zu großen Teilen zerstört. Nach dem Krieg entschied man sich, die Altstadt möglichst historisch wiederaufzubauen. Ab 1948 wurden alte Pläne, Fotos und erhaltene Bauteile genutzt, sogar Steine aus den Trümmern fanden wieder Verwendung. So entstand das heutige Intra-Muros – alt aussehend, aber teilweise erstaunlich jung.

Nach den vielen historischen Gebäuden lohnt es sich, einfach treiben zu lassen. Mal links, mal rechts – und bloß keinen ausgeklügelten Stadtrundgang! Irgendwann landet man sowieso wieder dort, wo man schon einmal war. Eine schöne Mischung aus historischem Ambiente und quirligem Leben.

Die aktuelle Ausstellung von Lucky Luke habe ich leider nicht gesehen. Es war nicht um die Ankunftszeit geöfnnet. Es gibt natürlich meine Lieblingsschilder über den Restaurants. Ein paar schöne waren dabei oder die Deko über einer Bar. Nachfolgend meine Auswahl für Dich.

Der Hafen – Schiffe statt Mittelalterromantik

Saint-Malo und die Seefahrt – das gehört zusammen wie Wind und Wellen. Über Jahrhunderte war die Stadt ein bedeutender Hafen für Händler, Entdecker und vor allem für die berüchtigten Korsaren. Von hier aus stachen sie in See und machten Saint-Malo weit über die Bretagne hinaus bekannt.

Heute geht es im Hafen wesentlich entspannter zu: Fähren, Segelboote und Ausflugsschiffe ziehen an uns vorbei, während Spaziergänger gemütlich am Kai entlangschlendern. Doch dann entdecken wir einen ganz besonderen Hingucker: L’Étoile du Roy. Der imposante Dreimaster ist ein originalgetreuer Nachbau eines historischen französischen Korsarenschiffs aus dem 18. Jahrhundert. Mit seinen hohen Masten, den vielen Kanonen und dem gewaltigen Holzrumpf wirkt er, als hätte jemand kurzerhand ein Stück Seefahrtsgeschichte aus dem Museum ins Hafenbecken gestellt.

Fort National – Festung mit Ebbe-Ticket

Direkt vor Saint-Malo liegt das Fort National auf einer kleinen Felseninsel – und der Weg dorthin ist etwas ganz Besonderes: Bei Ebbe kann man einfach zu Fuß hinüberlaufen. Bei Flut wird der Weg allerdings ziemlich schnell zur nassen Angelegenheit, deshalb sollte man unbedingt die Gezeiten im Blick behalten.

Das Fort ließ Ludwig XIV. im 17. Jahrhundert nach den Plänen des berühmten Festungsbaumeisters Vauban errichten. Es sollte Saint-Malo vor Angriffen vom Meer schützen und den Zugang zum Hafen sichern. Heute spazieren wir deutlich entspannter über den ehemaligen Militärstützpunkt und genießen vor allem den grandiosen Blick auf Saint-Malo, die Stadtmauer und die Küste.

Und irgendwie hat das Ganze etwas von einem kleinen Abenteuer: Man wartet auf die Ebbe, marschiert trockenen Fußes zur Festung und sollte anschließend besser nicht trödeln – schließlich möchte niemand unfreiwillig auf der Festungsinsel übernachten. 😄

Unweit links davon gibt es ein Schwimmbad. Dieses kann man nur bei Ebbe benutzen. Sonst bleibt lediglich der Sprungturm zu sehen. Die nächsten zwei Fotos zeigen die Ansichten bei Ebbe und ca. 8 m höherem Meeresspiegel. Lustig oder?

 

Mit dem Schiff durch die Bucht von Saint-Malo

Vom Wasser aus zeigt sich Saint-Malo noch einmal von seiner schönsten Seite. Unsere kommentierte Bootsfahrt führt entlang der Stadtmauer, vorbei an Saint-Servan, Dinard, dem Fort National, Grand Bé und dem Fort de la Conchée. Dazu gibt es spannende Geschichten über Korsaren, Seefahrt und die beeindruckenden Gezeiten der Bucht. Die Fahrt dauerte ca. 2 Stunden und der Matrose als Pirat verkleidet hat uns sehr imponiert. Schade nur, dass wir kein Französisch verstehen. Deutsche Informationen gaben es leider nicht.

Als Segler lieben wir es einfach zwei Stunden schippern, schauen und staunen und entspannt fotografieren – ganz ohne Blasen an den Füßen. So gefällt uns Sightseeing!

Mémorial 39-45 – Geschichte mit Meerblick

Wenn du dich für Geschichte interessierst, lohnt sich ein Besuch des Mémorial 39-45 auf der Cité d’Alet. In den ehemaligen deutschen Bunkeranlagen tauchst du in die Geschichte Saint-Malos während des Zweiten Weltkriegs ein. Die Ausstellung erzählt von Besatzung, Befreiung und dem Wiederaufbau der Stadt.

Und nach so viel Geschichte gibt es draußen einen echten Kontrast: Genieße die wunderschöne Aussicht über das Meer, die Rance und hinüber nach Saint-Malo. Geschichte und Meeresblick – diese Kombination bleibt garantiert im Kopf. Ein paar Fotos konnte ich auf der Schifffahrt von der Meer-Ansicht machen.

Die letzten drei Nächte haben wir hier übernachtet:

Domaine de la ville Huchet

Der Campingplatz hat eine Schwimmlandschaft innen und außen. Die ist sehr nett. Das Bier vom Faß kostet 7,50 €, ist ein bisschen viel finde ich. Die Übernachtung kostet mit ACSI 21 € inkl. Strom pro Nacht. Es gibt einen Baguette-Service, kleinen Shop, Snacks und Getränke an einer Bar mit kleiner Außenterrasse. Mit dem Fahrrad braucht man ca. 25 min. bis zur Stadtmauer. Die Plätze sind tlw. etwas uneben, aber auf den Wiesen mit einer Matte verstärkt, falls es sehr nass ist. Der Upload Internet ist grottenschlecht, für alle, die Blog schreiben oder arbeiten wollen bucht man besser für 3 Geräte 24 St WLAN für 6 €. Wir würden wieder hier übernachten und geben eine klare Empfehlung. 

Mit diesem Möwenportrait verabschiede ich mich von Saint-Malo.

Radwandern nach Dinard

Radwandern nach Dinard

Eine Stunde Schlaf und dann ab nach Dinard – was soll schon schiefgehen?

Ein neuer Morgen – und ich habe sage und schreibe eine Stunde geschlafen. Eine! Das wird bestimmt ein großartiger Tag. Super Voraussetzungen also für eine Fahrradtour. Da die Nacht insgesamt eher unter „kann man mal machen, muss man aber nicht“ lief, beschlossen wir kurzerhand, noch eine Nacht in Saint-Malo dranzuhängen.

Ursprünglich hatten wir überlegt, mit dem Schiff nach Jersey zu fahren. Klang toll – bis wir den Preis gesehen haben: gut 200 Euro für die Überfahrt. Und irgendwo hört bei uns dann auch die maritime Romantik auf. Für das Geld können wir schließlich auch ein paar Tage länger durch Frankreich radeln.

Also musste ein neuer Plan her. Und den hatte natürlich mein Liebster. „Wir fahren mit dem Fahrrad nach Dinard. Über das Gezeitenkraftwerk!“ Klar. Warum auch einfach nach Dinard fahren, wenn man unterwegs noch ein Gezeitenkraftwerk einbauen kann? Auf solche Ideen steht mein Mann. Technik gucken, Landschaft genießen – und ich freute mich immerhin auf eine schöne Radtour.

In Dinard wollten wir dann gemütlich in den Wasserbus steigen und über das Wasser zurück nach Saint-Malo schippern. Klang nach einem perfekten Plan. Theoretisch. Vorsorglich zog ich schon mal meine Berg-Sandalen an. Man weiß ja nie. Und tatsächlich: Die Entscheidung sollte sich noch als ausgesprochen weise erweisen. 😂

Der Radweg – er war einmal

Die ersten drei Kilometer liefen noch völlig unspektakulär. Dann war plötzlich Schluss mit Radweg. Einfach weg. Also schoben wir unsere Fahrräder durch einen Park. Hier gab es ein schönes Schloss zu sehen. Danach wurde es allerdings richtig interessant. Dank Google Maps landeten wir auf einem Wanderpfad. Sehr schön! Natur, Wurzeln, kleine Wege, hoch und runter – alles wunderbar.

Nur leider hatte Google zwei kleine Details übersehen: Wir waren mit Fahrrädern unterwegs. Jetzt weiß ich auch endlich, woher der Begriff „Radwandern“ kommt. Man wandert nämlich – mit seinem Fahrrad. Der Weg führte munter über Wurzeln und unwegsames Gelände. Mit meinem neuen 30-Kilo-E-Bike wurde daraus eher eine Mischung aus Wandern, Gewichtheben und Fluchen. Aber immerhin: Die Landschaft war wunderschön. Und irgendwann endete der Wanderweg tatsächlich – direkt am Gezeitenkraftwerk.

Unten begegnete uns noch ein Schweizer Backpacker mit Fahrrad. Wir haben ihn natürlich freundlich gewarnt. Er nahm unseren Rat dankbar an und entschied sich für die Straße.

Dinard – angekommen und schon wieder schieben

Irgendwann haben wir es tatsächlich nach Dinard geschafft. Und siehe da: Es wurde richtig nett! Ein kleiner, hübscher Ort mit Wasser, Strand und einem großen Park – genau das, was man nach unserer kleinen Wanderung mit Fahrrädern jetzt dringend braucht.

Natürlich durften wir auch hier am Wasser wieder schieben. Aber diesmal war das völlig okay. Ebenerdig! Ein Traum! Nach unserem Wurzel-Abenteuer fühlte sich das fast wie eine Wellnessbehandlung für Radfahrer an. 😄 Doch dann kam die Anlegestelle für den Wasserbus. Und natürlich wartete dort schon die nächste kleine Herausforderung auf uns: eine steile Treppe mit einer schmalen Rinne an der Seite.

Na klar! Genau das Richtige für ein 30-Kilo-E-Bike. Also wieder: Fahrrad packen, konzentrieren und Stufe für Stufe nach unten manövrieren. Ich sage euch ganz ehrlich: So unausgeschlafen, wie ich inzwischen war, hatte ich irgendwann endgültig die Nase voll. Ich wollte nicht mehr wandern, nicht mehr schieben und schon gar keine Treppen mehr mit einem Fahrrad bezwingen.

Endlich aufs Wasser!

Und dann war es endlich so weit: Fahrräder verstaut, wir an Bord – und ab ging es mit dem Wasserbus. Was für eine Wohltat! Das Wetter spielte mit: wechselnd bewölkt, aber angenehm, dazu ein frischer Fahrtwind. Nach der schwülen und durchaus sportlichen Radtour fühlte sich das jetzt an wie eine kostenlose Klimaanlage vom Atlantik. Herrlich!

Wir konnten einfach sitzen, schauen und uns vom Wasser tragen lassen. Und dann kam die Belohnung für all unsere Mühen: Saint-Malo vom Wasser aus. Vor uns tauchten Intra Muros und die mächtige Stadtmauer auf. Vom Wasser aus wirkt die historische Altstadt noch einmal ganz anders – imposant, wunderschön und einfach traumhaft.

Café au lait, Crêpes und zurück nach Saint-Malo

Wieder in Saint-Malo angekommen, belohnten wir uns erst einmal mit dem, was man nach so einer Tour einfach braucht: Café au lait und Crêpes. ☕🥞 Schließlich muss man die verbrauchten Kalorien ja irgendwie wieder auffüllen! Danach schnappten wir unsere Fahrradtaschen und machten uns doch noch auf den Weg hinauf auf die Stadtmauer von Intra Muros. Anschließend schlenderten wir durch ein paar der hübschen Gassen und ließen den Tag ganz entspannt ausklingen.

Rothéneuf

Rothéneuf – wo die Steine plötzlich Gesichter bekommen

Nur wenige Kilometer von Saint-Malo entfernt liegt Rothéneuf – und hier wird es ziemlich kurios. Zwischen Meer, Felsen und bretonischer Landschaft treffen wir auf eine ganz besondere Ansammlung von Steinfiguren.

Die berühmten Felsenfiguren von Rothéneuf wurden Ende des 19. Jahrhunderts von Abbé Adolphe Julien Fouéré, genannt Abbé Fouré, in die Granitfelsen gemeißelt. Über 300 Figuren sollen es ursprünglich gewesen sein – Heilige, Seefahrer, Piraten und allerlei Gestalten, die heute ziemlich wettergegerbt auf das Meer hinausschauen.

In Rothéneuf haben selbst die Steine Charakter – manche mehr, manche weniger. Aber eines ist sicher: Wegschauen können sie nicht! 😉 Das hat allerdings mein Mann übernommen. Denn ich war mal wieder mit meinen Sicherheits-Flip-Flop und drei Kilo Fotoapparat in der Hand auf Felsklettertour.