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Houlgate

Houlgate in der Normandie

Seebad mit Strand, Belle Époque und Fachwerkcharme

Houlgate ist kein überlaufener Hotspot. Ein ehemals bescheidenes Fischerdorf wandelte sich im 19. Jhd. in ein klassisches normannisches Seebad mit ruhiger, authentischer Atmosphäre. Zwischen Fachwerkhäusern, Belle-Époque-Villen und einer lebendigen Promenade bietet der Ort eine Mischung aus Badeurlaub, Kultur und Küstenlandschaft.

Der Strand von Houlgate – Gezeiten, Weite und Küstengefühl

Der breite Sandstrand ist die Hauptattraktion des Ortes. Bei Ebbe zieht sich das Meer weit zurück und schafft eine enorme, fast endlose Fläche für Spaziergänge, Sport oder Strandwanderungen. Bei Flut dominiert das Wasser die Szenerie mit kräftigem Wellengang.

Entlang der Promenade stehen die typischen bunten Strandhäuschen mit ihren auffälligen, oft orange gestreiften Dächern – ein ikonisches Motiv der normannischen Küste.

Architektur in Houlgate – Belle Époque trifft Fachwerk

Houlgate ist stark von seiner Entwicklung im 19. Jahrhundert als Seebad geprägt. Damals wurde der Ort zu einem beliebten Ziel der Pariser Gesellschaft.

Heute prägen zwei Architekturstile das Stadtbild:

– Belle-Époque-Villen im unteren Ortsbereich
– Normannische Fachwerkhäuser im historischen Zentrum

Viele Gebäude sind gut erhalten und verleihen Houlgate einen authentischen, gewachsenen Charakter. Es lohnt sich daher auch bei Hitze, den Hügel bis zum Parc de loisirs zu erklimmen und die alten Häuser zu bestaunen. Ich konnte mich nicht sattsehen.

Künstlerische Geschichte – Inspiration durch Meer und Licht

Die Küste der Normandie zog über Jahrzehnte Künstler und Intellektuelle an. Auch der Komponist Claude Debussy verbrachte Zeit in der Region und ließ sich von Lichtstimmungen, Wellenbewegungen und der Landschaft inspirieren. Diese kulturelle Vergangenheit ist bis heute Teil der Identität der Côte Fleurie.

Neben Strand und Architektur bietet Houlgate auch grüne Rückzugsorte und Freizeitmöglichkeiten. Ein zentraler Ort ist der Parc de loisirs Docteur André Fauvel, der mit Spielplätzen, Sportflächen und Grünanlagen besonders bei Familien beliebt ist.

So lebt Houlgate aus Gegensätzen: Meer und Fachwerk, Bewegung und Stille, Gegenwart und Erinnerung – ohne sich dabei jemals aufzudrängen.

Houlgate hat uns gut gefallen und war eine echte Alternative zu Deauville. Dort war ein Filmfest und keine Chance um irgendwo dort zu parken. Vom Ambiente her würde ich Houlgate immer wieder vorziehen.

Normandie 2025

Mit dem Camper durch die Normandie

In 10 Tagen haben wir folgende Orte angefahren:

Cambrai – Giverny Monets GartenRouenBayeuxChateau GratotBlainville-sur-merGouville-sur-merPort-Bail-sur-merChateau FlamavilleDielette Bunkerreste in HeauvilleVauville-sur-merLa HagueBatterie Vicq-sur-merCherbourg Jardin de senteursPort en bessinRavenovillePegasusbrücke RanvilleGraye-sur-merHoulgateVillervilleHonfleurLe Havre Hängende GärtenOcteville-sur-merFecampVeules-les-rosesSotteville-sur-merDieppeCriel-sur-merCriel PlageLe TreportAbbevilleAmiens

Die Reise in die Normandie beginnt für viele nicht erst am Meer, sondern schon auf dem Weg dorthin. Wer aus Deutschland oder dem Westen Europas anreist, passiert häufig die nordfranzösische Stadt Cambrai – ein Ort, der sich perfekt für eine entspannte Zwischenetappe eignet. Genau so begann auch unsere Reise: mit Vorfreude, französischen Landstraßen und dem Gefühl, dem Alltag Kilometer für Kilometer zu entgleiten.

Cambrai liegt für uns als Zwischenstopp auf dem Weg nach Cherbourg. Hier haben wir die erste Nacht verbracht. Die charmante Stadt bietet mit ihren historischen Gebäuden, kleinen Cafés und gemütlichen Plätzen einen wunderbaren Einstieg in eine Frankreichreise.

Besonders schön ist ein Spaziergang durch die Altstadt mit ihren typisch französischen Fassaden. Leider sind wir auf unserem Trip ohne Fahrräder unterwegs. Daher gibt es keine Fotos von den umwerfenden alten Häusern in der Altstadt. Deshalb gibt es auch keine Fotos von diesen tollen Häusern. Wer etwas Zeit mitbringt, sollte unbedingt in einer der traditionellen Bäckereien anhalten – frische Croissants und ein Café au Lait gehören einfach dazu.

Nach einer entspannten Nacht in Cambrai ging es am nächsten Morgen weiter Richtung Normandie. Dachten wir! Kurzfristig umgeplant hat mein Mann mich mit einem Vorschlag überrascht. So sind wir nach Giverny in Monets Garten gefahren. Letztlich haben wir die Route ein wenig in die Atlantik-Richtung ausgedehnt.