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Fort La Latte / Cap Fréhel / Saint Malo

Fort La Latte

Manchmal fühlt man sich auf Reisen wie in einem Film – und genau so ein Moment erwartet einen bei Fort La Latte. Dramatisch auf einer Klippe über dem Meer thronend, wirkt diese mittelalterliche Burg, als hätte sie nur darauf gewartet, dass gleich ein Piratenschiff am Horizont auftaucht.

Dieser Ort ist wohl für den Film gebaut worden. Nur wusste das damals wohl noch keiner. Einer der bekanntesten ist wohl der Film Die Wikinger mit Kirk Douglas und Tony Curtis. Ich persönlich kann eher etwas mit Lanzelot oder Tristan und Isolde anfangen. Der Atlantik liefert dabei die passende Soundkulisse – tosende Wellen, kreischende Möwen und eine steife Brise, die garantiert dafür sorgt, dass die Frisur genauso „authentisch“ aussieht wie die Kulisse.

Leider hatten wir heftigen Regen. Wir wollten nämlich noch zum Chateau de Guildo. Das haben wir dann verworfen, denn Camper durften die Straße bis dahin nicht fahren.

Cap Fréhel

Le Phare du Cap Fréhel (Leuchtturm) wurde bis 1950 gebaut und ragt bis 70 m über das Meer hinaus.

Die berühmten rosa Granitfelsen leuchten je nach Sonnenstand mal sanft, mal intensiv und bilden einen spektakulären Kontrast zum tiefblauen Atlantik. Dazwischen tauchen immer wieder dunklere Schieferabschnitte auf, die der Küste eine raue, fast dramatische Note verleihen – als hätte die Natur beschlossen, hier gleich mehrere Kunststile auszuprobieren. Einen Sekundenmoment konnte ich das sehen. Die Fotos zeigen es leider nicht. Das nächste Mal.

Cap Fréhel ist wild, ehrlich und komplett unbeeindruckt davon, ob man vorbereitet ist oder nicht.

Saint Malo

So gerne hätten wir den Ort und den Hafen besucht. Aber leider haben wir keinen Parkplatz gefunden. Da mein Liebster momentan nicht so gut laufen kann und das Wetter grottenschlecht war, sind wir ein wenig frustriert weiter gefahren. Auf dem Weg nach Saint Brieuc hat wieder ein Volkslauf stattgefunden, genau wie in Le Mont Saint Michel. So viele Menschen waren wir gar nicht mehr gewohnt.

In der Nähe vom Cap d´Erqui haben wir einen schönen Parkplatz mit wundervoller Aussicht ergattern können und eine Pause gemacht. Da konnten unsere Schirme trocknen. Denn wohin im kleinen Camper mit nassen Sachen?

Es ist nicht immer einfach, in Frankreich (wahrscheinlich auch in anderen Ländern) einen Parkplatz Nähe Wasser zu ergattern, weil die Einfahrt auf 1,90 bis 2 m Höhe begrenzt ist. Was ich durchaus verstehen kann. Wenn ein Parkplatz extra für Camping-Cars ausgewiesen ist, parken die Franzosen mit ihren Autos da drauf. Schon beeindruckend, diese Gedankenlosigkeit. Wir haben erlebt, dass ein Franzose einen angemeckert hat und tatsächlich ist der Autofahrer weggefahren. So ist das halt!

Hier habe ich nur ein paar triste Fotos von der Fahrt. 

Le Mont Saint Michel / Télégraphe de Chappe

Le Mont Saint Michel

Es gibt Orte, die wirken schon fast zu spektakulär, um echt zu sein – und Le Mont-Saint-Michel ist definitiv einer davon. Die Energie dort ist unglaublich. Das wohl Faszinierendste: die Gezeiten. Zweimal am Tag verwandelt sich die Umgebung komplett. Eben noch spaziert man gemütlich über den Sand – und kurze Zeit später ist alles vom Meer umschlossen.

Ein kleiner Tipp aus Erfahrung: Entweder früh kommen oder Abends erst besuchen.  Sobald die Tagestouristen verschwinden, wird es plötzlich ruhig – fast magisch. Dann hat man die Chance, den Mont-Saint-Michel von seiner ursprünglichsten Seite zu erleben.

Ab dem 1. Mai ist das Radfahren über die Brücke von 10 – 18 Uhr verboten. So haben wir davor eine Rad-Tour durch das Innere gemacht – Berg auf – Berg ab um letztlich dann am Abend wieder einen Berg zu besteigen – Le Mont Saint Michel!

Übernachtet haben wir hier:

Parking de camping car les Brèches in Beauvoir

In Park4Night zu finden. Hier finden 10 Fahrzeuge einen Platz. Sehr ruhig wenn nicht gerade Volkswandern am 1. Mai mit Animation ist, weil die Leute nebenan auf die Busse warten. Man fährt mit dem Rad 10 min. zum Mont Saint Michel. In der Nähe ist eine Bar und auch eine Boulangerie.

 

Télégraphe de Chappe

Der Telegraf steht in Saint Marcan, Nähe Le Mont Saint Michel und ist aus dem 18. Jhd eine der wenig restaurierten Telegrafen. Er ermöglichte die Übertragung einer Nachricht zwischen Mont-Dol und Mont Saint-Michel auf der Strecke Paris-Brest. 

Bretagne 2026

Camper-Rundreise Bretagne

Endlich ist es soweit – wir fahren in die Bretagne nach Frankreich. Letzten Herbst waren wir in der Normandie. Da habe ich mich in Frankreich verliebt. Die Route ist wie folgt:

Amiens Zwischenstop – Le Mont Saint MichelSaint MaloSaint BrieucPaimpolTouronyTregastelLe DebinConcarneauTronoënQuimperLorientHennebontQuiberonSaint Pierre QuiberonCarnacKerhostin – Heimweg: Chartres – Reims – Dahlem

Wir haben ca. 18 Tage eingeplant – Dann fahren wir mal los.

 

Amiens

Manchmal braucht es keinen ausgeklügelten Reiseplan – manchmal reicht schlicht mieses Wetter. So wurden wir letztes Jahr an der windgepeitschten Küste der Normandie quasi „nach Amiens gespült“. Es war Sonntag. Die Stadt? Nun ja… sagen wir so: selbst die Tauben wirkten, als hätten sie beschlossen, heute einfach mal nichts zu tun.

Ein halbes Jahr später dann die Revanche: strahlender Sonnenschein, ein Frühlingswochenende und wir mittendrin – bewaffnet mit kühlen Getränken und der besten Aussicht überhaupt: ein gemütlicher Platz in einer Bar. Und plötzlich war da dieses völlig andere Amiens! Menschen überall, Gelächter, Musik, lebendige Straßen – als hätte jemand heimlich den „Stadt an“-Schalter gefunden.

Die Moral der Geschichte? Amiens ist keine verschlafene Schönheit – sie hat nur sonntags ihren wohlverdienten Ruhetag. Wer die Stadt wirklich kennenlernen will, sollte ihr also die Chance geben, sich von ihrer quirligen, studentenhaften Seite zu zeigen.

Übernachtet haben wir hier:

Camping du chateau in Bretangles

Ein ganz toller, ruhiger Platz mit sehr freundlichem Personal

Ab morgen starten wir die Bretagne in Le Mont Saint Michel – wir freuen uns schon drauf.

 

Laden in Amiens mit roten Türen und einer Figur darüber