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Claude Monet Garten Giverny

Claude Monets Garten in  Giverny

Nur etwa eine Stunde von Paris entfernt liegt das kleine Dorf Giverny, das für Kunstliebhaber aus aller Welt ein ganz besonderer Ort ist. Hier lebte und arbeitete der berühmte Maler Claude Monet über vier Jahrzehnte lang. Sein Wohnhaus und vor allem sein legendärer Garten zählen heute zu den schönsten Ausflugszielen der Normandie.

Schon beim Betreten des Gartens wird schnell klar, warum dieser Ort den Künstler zu einigen seiner bekanntesten Werke inspirierte. Farbenfrohe Blumenbeete, üppige Rosenbögen und sorgfältig angelegte Wege schaffen eine Atmosphäre, die wie ein lebendig gewordenes Gemälde wirkt. Je nach Jahreszeit blühen Tulpen, Iris, Pfingstrosen oder Dahlien und verwandeln den Garten in ein wahres Farbenmeer.

Das Highlight des Besuchs ist zweifellos der Seerosenteich, der nur einen Teil des Wassergartens abbildet. Hier befindet sich die berühmte japanische Brücke, die Monet immer wieder auf seinen Leinwänden verewigte.  Drumherum sind die Zuläufe und ebenfalls erwähnenswert. Umgeben von Bambus, Trauerweiden und den weltbekannten Seerosen entsteht eine fast magische Stimmung. Das sanfte Spiel von Licht und Spiegelungen auf der Wasseroberfläche macht nachvollziehbar, weshalb Monet dieses Motiv über Jahre hinweg faszinierte.

Auch das Wohnhaus des Malers ist einen Besuch wert. Die farbenfrohen Räume, das Atelier sowie die beeindruckende Sammlung japanischer Holzschnitte geben spannende Einblicke in Monets Leben und seine künstlerischen Einflüsse.

Wer Giverny besucht, sollte ausreichend Zeit einplanen, um die besondere Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Besonders in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag zeigt sich der Garten von seiner schönsten Seite. Für Fotografen, Kunstinteressierte und Naturliebhaber ist Monets Garten ein Ort voller Inspiration und eines der eindrucksvollsten Reiseziele Frankreichs. Wir waren auf der Durchreise leider erst gegen frühen Mittag da.

Fazit: Monets Garten in Giverny ist weit mehr als eine historische Sehenswürdigkeit. Er ist ein lebendiges Kunstwerk, das Besucher in die Welt des Impressionismus eintauchen lässt und einen unvergesslichen Eindruck hinterlässt.

Normandie 2025

Mit dem Camper durch die Normandie

In 10 Tagen haben wir folgende Orte angefahren:

Cambrai – Giverny Monets GartenRouenBayeuxChateau GratotBlainville-sur-merGouville-sur-merPort-Bail-sur-merChateau FlamavilleDielette Bunkerreste in HeauvilleVauville-sur-merLa HagueBatterie Vicq-sur-merCherbourg Jardin de senteursPort en bessinRavenovillePegasusbrücke RanvilleGraye-sur-merHoulgateVillervilleHonfleurLe Havre Hängende GärtenOcteville-sur-merFecampVeules-les-rosesSotteville-sur-merDieppeCriel-sur-merCriel PlageLe TreportAbbevilleAmiens

Die Reise in die Normandie beginnt für viele nicht erst am Meer, sondern schon auf dem Weg dorthin. Wer aus Deutschland oder dem Westen Europas anreist, passiert häufig die nordfranzösische Stadt Cambrai – ein Ort, der sich perfekt für eine entspannte Zwischenetappe eignet. Genau so begann auch unsere Reise: mit Vorfreude, französischen Landstraßen und dem Gefühl, dem Alltag Kilometer für Kilometer zu entgleiten.

Cambrai liegt für uns als Zwischenstopp auf dem Weg nach Cherbourg. Hier haben wir die erste Nacht verbracht. Die charmante Stadt bietet mit ihren historischen Gebäuden, kleinen Cafés und gemütlichen Plätzen einen wunderbaren Einstieg in eine Frankreichreise.

Besonders schön ist ein Spaziergang durch die Altstadt mit ihren typisch französischen Fassaden. Leider sind wir auf unserem Trip ohne Fahrräder unterwegs. Daher gibt es keine Fotos von den umwerfenden alten Häusern in der Altstadt. Deshalb gibt es auch keine Fotos von diesen tollen Häusern. Wer etwas Zeit mitbringt, sollte unbedingt in einer der traditionellen Bäckereien anhalten – frische Croissants und ein Café au Lait gehören einfach dazu.

Nach einer entspannten Nacht in Cambrai ging es am nächsten Morgen weiter Richtung Normandie. Dachten wir! Kurzfristig umgeplant hat mein Mann mich mit einem Vorschlag überrascht. So sind wir nach Giverny in Monets Garten gefahren. Letztlich haben wir die Route ein wenig in die Atlantik-Richtung ausgedehnt.

Decollage

Decollage – Wenn Schichten Geschichten erzählen

Es gibt Techniken, die nicht durch das Hinzufügen entstehen, sondern durch das Wegnehmen. Die Décollage gehört genau dazu. Statt etwas aufzubauen, werden Schichten abgetragen, freigelegt, neu kombiniert – und genau darin liegt ihr besonderer Reiz.

Für mein aktuelles Projekt bildete ein Hauptmotiv den Ausgangspunkt, unter dem sich vier bis fünf Seiten aus dem FLOW-Magazin verbergen, die nach und nach sichtbar werden.

Die Idee hinter der Schichtarbeit

Während Collage meist vom Arrangieren lebt, erzählt die Décollage von verborgenen Ebenen. Was zunächst verdeckt ist, wird durch Reißen, Schaben oder vorsichtiges Ablösen wieder ans Licht geholt. Jede freigelegte Stelle ist eine Entscheidung – spontan, intuitiv und nie ganz planbar.

Das Hauptmotiv fungiert dabei als erste, sichtbare Ebene. Es lenkt den Blick und gibt dem Bild eine Richtung. Doch die eigentliche Spannung entsteht darunter:

Fragmente von Farben, Mustern, Texten und Illustrationen aus den FLOW-Seiten blitzen hervor und verbinden sich zu einer neuen visuellen Ebene.

Warum Seiten aus dem FLOW-Magazin?

Die Seiten des FLOW-Magazin eignen sich besonders gut für diese Technik. Sie bringen bereits eine große Vielfalt mit:

– sanfte Farbverläufe

– grafische Muster

– handgezeichnete Illustrationen

– typografische Elemente

– kleine Textpassagen mit positiven Botschaften

In der Décollage werden diese ursprünglichen Inhalte aus ihrem Kontext gelöst und bringen abwechslungsreiche Farben hervor.

Der Arbeitsprozess

Zuerst werden vier bis fünf Seiten übereinander auf den Untergrund geklebt. Noch wirkt alles wie eine geschlossene Fläche.
Erst danach beginnt der eigentliche kreative Teil:

– vorsichtiges Einreißen einzelner Bereiche

– partielles Abziehen der oberen Schicht

– Freilegen kleiner „Fenster“ in die darunterliegenden Ebenen mit dem Cutter

– bewusstes Steuern von Farb- und Formkontrasten

Manche Stellen öffnen sich ganz leicht, andere widersetzen sich – und genau diese Unvorhersehbarkeit macht den Prozess so lebendig.

Achtsamkeit im künstlerischen Prozess

Was diese Technik für mich so besonders macht, ist ihre entschleunigende Wirkung. Das langsame Freilegen der unteren Schichten hat etwas Meditatives. Jede Bewegung mit den Fingern oder dem Werkzeug verlangt Aufmerksamkeit – zu viel Druck zerstört, zu wenig bewirkt nichts.

Vielleicht passt gerade deshalb das Material des FLOW-Magazins so gut zu dieser Arbeitsweise. Die Idee von Achtsamkeit, die in den Heften steckt, setzt sich im kreativen Prozess fort. Versuche es doch auch einmal!

 

Retro-Tablett

Aus einem einfachen Tablett wird ein Retro-Lieblingsstück

Manchmal braucht es gar nicht viel, um aus einem schlichten Gegenstand etwas Besonderes zu machen. Dieses IKEA-Tablett durfte bei mir ein kleines Retro-Makeover bekommen. Für die Gestaltung habe ich Geschenkpapier aus der FLOW verwendet. Das Muster bringt sofort einen Hauch von früher mit. Das Papier habe ich passend auf dem Tablett mit Papierleim aufgebracht und anschließend mit Epoxidharz versiegelt. Mit dem Kamm und dem Gasbrenner kann man gut die Luftbläschen rausholen. Zum Glück war das Tablett auch dicht und die Masse ist ausnahmsweise nicht ausgelaufen – wie bei anderen Projekten.

Die Epoxy-Schicht sorgt nicht nur für einen tollen Glanz, sondern macht die Oberfläche auch robust und alltagstauglich. So wurde aus einem einfachen Tablett ein individuelles Einzelstück mit echtem Retro-Charme. Ich mag solche Projekte besonders: Ein bisschen Farbe, ein schönes Muster und schon bekommt ein unscheinbares Teil ein völlig neues Leben.

Rundhocker

Rundhocker – vom Sperrmüll zum kleinen Unikat

Manchmal muss man einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Diesen Rundhocker habe ich nämlich beim Nachbarn vor dem Sperrmüll gerettet. Vermutlich handelt es sich bei dem Hocker um ein früheres Werbegeschenk. Er hatte zwar schon bessere Zeiten gesehen und jede Menge Wurmlöcher – wirklich jede Menge! – aber das hat mich nicht abgeschreckt. Ich wollte ihm unbedingt ein neues Leben schenken. 

Holzscheiben statt Sperrmüll

Die Idee mit den Holzscheiben kam mir, weil ich ein großer Fan von den tollen Holz-Epoxidharz-Projekten bin, die Du auf YouTube findest. In meiner Holzsammlung suchte ich mir einen Haselnuss-Ast heraus und schnitt ihn in viele kleine Scheiben. Die sollten später die zahlreichen Löcher im Hocker füllen. Damit ich anschließend eine möglichst glatte Oberfläche bekam, bohrte ich die vorhandenen Löcher mit Forstner-Bohrern etwas größer und sauber aus. Dabei kam natürlich die große Überraschung: Unter der ersten Schicht Wurmlöcher versteckten sich noch mehr Wurmlöcher! Der Hocker hatte offenbar einiges zu erzählen.

Erst einmal Farbe ins Spiel bringen

Bevor das Epoxidharz zum Einsatz kam, kümmerte ich mich um die Optik. Die Beine tupfte ich mit Acrylfarbe in Umbra und einem Schwamm ab. Dadurch entstand eine schöne Struktur, die ein bisschen an Birkenrinde erinnert. Auch die Oberseite bekam für einen schönen Kontrast diesen Farbton. Schließlich sollten die späteren Holzscheiben und das Epoxidharz richtig zur Geltung kommen.

Jetzt kommt das Epoxidharz

Da ich bereits ahnte, dass das Epoxidharz durch die feinen Ritzen davonlaufen könnte, versiegelte ich die größeren Spalten vorsichtshalber großzügig mit Heißkleber. Den Rand klebte ich ebenfalls ab, damit sich später keine unschönen Nasen bilden. Meine grandiose Idee funktionierte allerdings nicht ganz so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Da die Beine des Hockers nach außen stehen, musste ich auch diese ordentlich einpacken.

Die erste Epoxid-Runde – und die schlechte Laune

Dann mischte ich das Epoxidharz an und goss zunächst eine Lage in die Löcher. Anschließend füllte ich die Oberfläche schön gleichmäßig aus. Soweit alles wunderbar. Bis ich feststellte, dass das Epoxidharz aus den Löchern wieder verschwunden war. Einfach weg genau wie meine gute Laune, die dann ebenfalls verschwand.

Warum ich meinem Bauchgefühl nicht gefolgt war und die Unterseite nicht vorher einmal komplett mit Epoxidharz versiegelt hatte, weiß ich bis heute nicht. Das hätte mir einiges an Ärger erspart. Aber genau dafür sind solche Projekte schließlich da: Man lernt nie aus.

Runde zwei – diesmal mit mehr Erfahrung

Am nächsten Tag mischte ich also eine neue Portion Epoxidharz an und startete die zweite Runde. Mit einem Heißluftföhn oder Brenner lassen sich die kleinen Luftbläschen vorsichtig entfernen. Danach bekommt die Oberfläche eine wunderbar glatte und glänzende Optik.

Und jetzt kommt mein persönlicher Tipp an dich:

Sei geduldig!

Dreh den Hocker nicht gleich am nächsten Tag um und versuche auf der Rückseite mit ordentlich Druck, irgendwelche Kleberreste zu lösen. Das Epoxidharz ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig ausgehärtet. Ich habe es natürlich trotzdem ausprobiert. Das Ergebnis: ein paar leichte Dellen.

Tja – Ungeduld muss manchmal eben sichtbar bleiben. 😉

Sperrmüll war gestern

Trotz kleiner Rückschläge freue ich mich riesig über meinen neuen alten Rundhocker. Aus einem ziemlich ramponierten Hocker mit unzähligen Wurmlöchern ist ein kleines individuelles Möbelstück geworden.Und ganz nebenbei bin ich wieder um einige Erfahrungen reicher. Beim nächsten Epoxidharz-Projekt weiß ich jedenfalls, was ich anders machen werde. Ob ich dann allerdings wieder ein rundes Projekt auswähle?

Wir werden sehen!